Der Achimer Mühlenverein renoviert den Kopf der Mühle und Malerbetrieb streicht ihn neu

Höhenangst haben sie nicht

Ein besonderer Arbeitsplatz: Frische Farbe für die Mühlenflügel.

Achim - (mb) · Arbeiten in luftiger, Schwindel erregender Höhe sind für Mitglieder des Achimer Mühlenvereins nichts Neues. In dieser Woche renovieren sie den Kopf der Mühle .

Nachdem der Mühlenverein mit seinen 150, meist älteren und 15 handwerklich noch aktiven Mitgliedern vergangenes Jahr die Galerie des Achimer Wahrzeichens überholt hatte, widmet er sich nun dem beweglichen Kopf der Mühle mit der Rose und den Flügeln.

So wird Erich Hommel von den Vereinskollegen Jürgen Scheler, Jan Poppen und Rudolf Huber mit Schnüren und Haken angeseilt wie ein Bergsteiger, um auf der Galerie die Leiter hochzuklettern und am Kopf und den Flügeln erst einmal Bestandsaufnahme zu machen. Die fällt oft nicht gut aus, denn von den Flügeln bis zu tragenden Balken der Mühle hat die feuchte Witterung in den letzten Jahrzehnten dem Holz zugesetzt. „Es geht aber noch“, befindet Erich Himmel und beginnt nach dem Befund mit den Ausbesserungsarbeiten.

Während seine Kollegen das Seil festhalten, an dem er hängt, werden ihm über einen anderen Seilzug Hammer, Stechbeitel und Winkelschleifer in die Höhe gebracht, um die angefressenen, morschen Stellen wegzustemmen und wegzuschleifen. Sind sie entfernt, lassen die Handwerker die ausgeschabten Stellen noch eine Weile trocknen, damit Feuchtigkeit und Fäulnis ganz aus dem Mühlenteil sich verziehen.

Flügelteil für Flügelteil, Kopfstück für Kopfstück erledigen sie diese Arbeit. Dazwischen klettern sie steile Treppen und Leitern ins Innere der Mühle, um Bremsen zu lockern und die Flügel zur weiteren Bearbeitung drehen zu können. Mühlenvereinsmitglied Ursula Grünhagen sorgt derweil für die Verpflegung der fleißigen Höhenarbeiter.

Haben sie diese ehrenamtliche und nicht ungefährliche Arbeit erledigt, kommt der Part von Uwe Arndt und Michael Posler vom Achimer Malerbetrieb Dieter Arndt, die auf der Bühne eines Hebekrans der Firma Staas in 30 Metern Höhe den ausgebesserten Mühlenteilen einen neuen Anstrich verpassen, auf dass Achims geschichtsträchtiges Wahrzeichen wieder Einheimische und Auswärtige auch optisch entzückt.

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