Schüler diskutierten über Mobbing

Hinschauen und gleich ansprechen

Achim - ACHIM (mb) · 18 bekannten sich in einer anonymen Umfrage als Täter, vier als Opfer. 115 Klassensprecher und Schülervertreter aus sechs Schulen sprachen gestern beim Schülerfachtag im Kulturhaus Alter Schützenhof über Mobbing.

Bei dem von der lokalen Jugendhilfe-Arbeitsgruppe Achim organisierten Tag hatten die Schülersprecher der Achimer Haupt-, Real- und Erich-Kästner-Schule, der Achimer Gymnasien und der Kirchlintelner Haupt und Realschule zunächst in Arbeitsgruppen das diskutiert und in Rollenspielen exerziert, was man Mobbing nennt:

Das Hänseln, Drohen, Abwerten, Beschimpfen, Herabsetzen, Bloßstellen, Schickanieren und Ausgrenzen eines Einzelnen durch psychische und physische Gewalt. 22 der Pennäler haben nach eigenen Angaben so etwas noch nicht erlebt, 68 haben solches beobachtet, ohne einzugreifen.

Hier setzen die vielen Vorschläge an, die die Schüler erarbeitet haben: Beim Mobbing nicht wegsehen und den Mund halten, sondern den Täter ansprechen, zur Rede stellen, mit Kameraden, Eltern und auch Lehrern darüber sprechen und zum Beispiel nicht mitlachen, wenn ein Außenseiter wieder aufgezogen wird.

Wenn man Freunde und Vertrauenspersonen hat und Mut besitzt, fällt es leichter, sich zu wehren beziehungsweise anderen zu helfen.

Mehrere Schüler befürworten Projektwochen zum Thema, und einige erwarten, dass die Lehrer-innen härter durchgreifen von der Einschaltung der Polizei bis zum Schulverweis. „Dann wäre ja keiner mehr auf der Schule“, murmelte ein Witzbold.

Steckbriefe der Täter ins Internet zu stellen oder „einfach zurückmobben“, waren ausgefallen, aber nicht unbedingt mehrheitsfähige Vorschläge.

Patentrezepte gegen die brutale Profilierung auf Kosten anderer wurden bei dieser Fachtagung sicher nicht gefunden, aber viel Problemverständnis wurde entwickelt. Bei einem gemeinsamen Mittagessen am 5. Oktober in der Mensa der Achimer Hauptschule wollen die Schülervertreter den Erfahrungsaustausch fortsetzen.

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