84-jährigen Rentnerin bei Umzug unterstützt / Aufruf in der Verdener Aller-Zeitung trug Früchte

Hilfe war ganz selbstverständlich

Jago Kusche, Werner Busch, Ulf Knigge, Mario Lohmann sowie vorne Anakin und Elfriede Lenz.

Verden - (wb) · Es gibt sie noch, die selbstlose Hilfe für Menschen die einem wildfremd sind. Elfriede Lenz ist 84 Jahre alt, wohnte bislang im Seniorenheim St. Johannis und wollte am vergangenen Sonnabend in das Caritasstift umziehen. Gesundheitlich ist die Rentnerin stark eingeschränkt, dass es für sie unmöglich war, den Umzug alleine zu bewältigen. Ihr fehlten ein paar kräftige Helfer, die sie mit Hilfe des Behindertenbeirats der Stadt Verden fand.

„Vorletzte Woche kam die Rentnerin in die Sprechstunde des Behindertenbeirats und bat um Unterstützung“, berichtet Werner Busch. Der stellvertretende Behindertenbeauftragte versuchte Hilfe bei verschiedenen Stellen zu bekommen, jedoch leider vergebens. Beim Landkreis erfuhr er von einem Verwandten der Frau. Dieser konnte zwar nicht helfen, wollte aber wenigstens einen Transporter organisieren. Zudem wandte sich Busch an die Verdener Aller-Zeitung, die in der Sonnabendausgabe zur freiwilligen Hilfe aufrief.

Mittags um 14 Uhr stand dann alles bereit: der Transporter, Helfer aus dem Behindertenbeirat und zwei ebenso spontane, wie herzliche Helfer, die den Artikel gelesen hatten. Außerdem der zehnjährige Anakin, der sich spontan seiner Mutter angeschlossen hatte, die als Bekannte der Frau auch helfen wollte.

Da waren es dann acht freundliche und tatkräftige Menschen, die das Hab und Gut der Rentnerin zusammenpackten und rüber zum Caritasstift transportierten. Mittendrin eine sehr glückliche Elfriede Lenz. Geboren wurde sie in Lichtenhorst bei Rethem, aber bereits seit 75 Jahren lebt sie in Verden, Vor ihrer Rente arbeitete sie im Büro, als Packerin und, wie sie erst vor Ort verriet, hatte sie auch lange Jahre die Verdener Aller-Zeitung ausgetragen.

Der freundlichen alten Dame zu helfen, war für Anakin ganz selbstverständlich. Ebenso für Mario Lohmann, der ganz in der Nähe wohnt und sich genauso wie eine sozial engagierte Döhlbergenerin auf Grund des Artikels gemeldet hatte. „Ich bin dankbar, dass ich gesund bin und helfen kann. Vielleicht komme ich auch einmal in die Lage, dass ich Hilfe brauche“, erklärte sie. Ihren Namen wollte sie nicht genannt haben. Und der Behindertenbeirat zeigte, dass auch er tatkräftig mit anpackt, wenn Menschen Unterstützung brauchen.

Für Elfriede Lenz war all das eine sehr große Hilfe. Sie freute sich dann aber vor allem auf ihr neues Zuhause, das dank ihrer Helfer vermutlich genauso schnell wieder eingerichtet war, wie das alte leergeräumt.

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