Minister Lies will Regulierung erleichtern / „Seismisches Messsystem“ online

Hilfe bei Bebenschäden naht

Langwedel - Die Erdgasförderung mit ihren Begleiterscheinungen zulasten von Mensch und Umwelt wird auch im neuen Jahr ein bestimmendes Thema im Flecken Langwedel sein. Alles andere wäre eine Überraschung. Immerhin soll gebeutelten Bürgerinnen und Bürgern besser unter die Arme gegriffen werden.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies sieht in der Einrichtung eines sogenannten Referenzsystems zum Nachweis von Bergschäden einen „sehr guten Ansatz“, freut sich Gerd Landzettel über diese Antwort aus Hannover. Der Vorsitzende der WGL-Fraktion im Langwedeler Gemeinderat hatte dem Minister mit Blick auf die Erdbeben im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen solch ein System für die Regulierung von Gebäudeschäden vorgeschlagen. Lies habe nun zugesagt, „im Zuge weiterer Gespräche mit den betroffenen Erdöl- und Erdgasförderunternehmen“ das Ansinnen zu unterstützen.

Was Landzettel als hoffnungsvolles Zeichen wertet. Damit bestehe die „Möglichkeit, dass mit Hilfe maßgeblicher politischer und behördlicher Stellen für zukünftige Fälle eine Situation geschaffen wird, die Bürgern eine gegenüber den Energiekonzernen größere Chance gibt, ihre Ersatzansprüche durchzusetzen“, erläutert der WGL-Mann.

Aber auch die vom Minister in seinem Schreiben erwähnte bevorstehende Einrichtung einer „Schlichtungsstelle für Bergschäden in Niedersachsen“ käme Privateigentümern zugute, teilt Landzettel weiter mit. Wenn nämlich Geschädigte zur Durchsetzung ihrer Rechte nicht länger Gerichte bemühen müssten, blieben ihnen Kosten erspart, was Bürgerinitiativen und die WGL begrüßen würden.

Darüber hinaus verweist Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt auf die neue „Bürgerinformation“ des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG). Die deutschen Erdgasproduzenten veröffentlichen die Daten aus ihrem seismischen Überwachungsnetz nun auf der Website „Seismisches Messsystem“, die unter https://weg.dmt.de erreichbar ist.

„Damit wollen wir die Menschen im Umfeld der Erdgas produzierenden Betriebe rund um die Uhr auf dem Laufenden halten und ihr Vertrauen in die verantwortungsvolle Nutzung heimischer Rohstoffe stärken“, erklärt Burkhard Grundmeier (WEG). Das auch im Flecken Langwedel angelegte „Netz“ bestehe aus einem oberirdischen Erschütterungsnetz mit zehn standardisierten Messstationen sowie aus einem unterirdischen seismischen Ortungsnetz mit sechs Bohrlochseismometern. · mm

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