Gerda Desens feiert 90. Geburtstag

Sie ist das Herz der Gärtnerei

Gerda Desens und Emil (eineinhalb), der jüngste ihrer zwölf Urenkel.
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Gerda Desens und Emil (eineinhalb), der jüngste ihrer zwölf Urenkel.

Bendingbostel - „Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden“, sagt Gerda Desens. Nur das vergangene Jahr hätte besser laufen können.

Denn es war bitter, als sich die bis dahin höchst aktive Seniorin im vergangenen Jahr erst die Schulter brach und dann, als es ihr gerade etwas besser ging, erneut stürzte und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzog. Nun ist sie in ihrer Mobilität deutlich eingeschränkt – und das, obwohl sie am liebsten jeden Tag hinaus in ihren Garten gehen würde, um nach ihren Blumen und Gemüsepflanzen zu sehen. „Es ist, wie es ist“, sagt sie.

Gestern feierte Gerda Desens ihren 90. Geburtstag im Kreise ihrer großen Familie und mit vielen Freunden. Sie war nach Kriegsende aus Pommern geflohen. Im eisigen Winter 1947 schlug sie sich mit ihrer kleinen Tochter Sigrid bis nach Wahnebergen durch, wo ihr Mann Paul bereits auf sie wartete.

In dem Gärtnereibetrieb, wo die junge Familie untergekommen war, lernten die Eheleute den Beruf lieben und pachteten bald selbst eine Gärtnerei. Nach zehn Jahren in Eitzendorf bei Hoya ließen sich Gerda Desens und ihr Mann 1965, wie damals viele andere, in der Gärtnereisiedlung in Bendingbostel nieder.

Bürgermeister Wolfgang Rodewald und Ortsvorsteher Cord Wahlers, die unter den Gästen auf der Geburtstagsfeier waren, erinnern sich noch gut: „Die Ferienjobs bei der Gärtnerei Desens waren heiß begehrt.“ Viel besser auf jeden Fall als die anstrengende Arbeit auf den Bendingbosteler Kartoffelfeldern.

Den Familienbetrieb hat 1985 Sohn Johannes übernommen, der ihn seinerseits Anfang des Jahres an seinen Sohn weitergegeben hat. Gerda Desens, deren Mann mittlerweile verstorben ist, ist froh, dass sie die Gärtnerei in guten Händen weiß. „Und auch meinen Gemüsegarten“, sagt sie schmunzelnd. Dessen Pflege habe mittlerweile einer ihrer Urenkel übernommen. Die Jubilarin freut sich, dass fast alle ihrer sechs Enkel und zwölf Urenkel ganz in der Nähe wohnen.

Regelmäßig trifft sich die Seniorin mit ihren Freundinnen aus der Handarbeitsgruppe. Mit ihnen hat sie für die Schützen des Dorfes eine neue Fahne genäht, auf die der Verein sehr stolz ist. Das „Knüddeln“ gehe ihr heute zwar auch nicht mehr so leicht von der Hand wie früher, aber beim Klönschnack ist sie immer gerne dabei. · rei

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