Nindorfer gibt Band mit Gedichten heraus und möchte den Erlös spenden

Heino Meyer und seine „Phantasien mancher Nacht“

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Heino Meyer hat einen Band mit Gedichten und Zeichnungen veröffentlicht.

Nindorf - „Phantasien mancher Nacht einfach zu Papier gebracht“ heißt ein kleiner Band voller Gedichte und Zeichnungen, den jetzt der Nindorfer Heino Meyer herausgebracht hat. Wer bei dem Titel an eindeutig zweideutige Sachen denkt, der sollte sich was schämen und sich selbst die Ohren lang ziehen. Mit den Gedichten und Bildern ist das nämlich so eine ganz eigene Sache.

Als großen Künstler hat sich Heino Meyer wohl nie gesehen. Gut, er konnte einige seiner Verse in der Lokalzeitung veröffentlichen, im Heimatkalender stand auch schon mal etwas von ihm.

„Verse hab ich eigentlich mein Leben lang gemacht. Immer wenn Zeit dazu war“, sagt der heute 64-Jährige fast schon ein bisschen schüchtern. Vielleicht kommt es daher, dass er einfach eine künstlerischer Ader hat, die womöglich in seiner Schulzeit auf der freien Rudolf Steiner-Schule in Ottersberg gestärkt wurde. Aber beruflich? „Nee, nee“, lacht er. „Nichts künstlerisches. Ich war kaufmännischer Angestellter. Bei den Dräger Werken in Lübeck.“

Gedichte und Bilder, die er mal gemacht hat, hat Meyer dann auch zuhause in Nindorf in Mappen gesammelt. Er hat ja nicht nur hier und da mal was veröffentlicht. Auch für kleine und große Feste hat er in Versform etwas zur Feier des Tages aufgesetzt.

Wie das so ist, kam das Thema auch mal im Gespräch unter Nachbarn auf. „Da kann man doch was von machen“, fand Dominik Hipp nach Begutachtung eines dicken Ordners mit gesammelten Werk. „Na, ja. Eigentlich sind das so lose Blätter, die so rumwehen“, versucht der Autor wieder mal ein bisschen tief zu stapeln. Aber die Anregung zur Veröffentlichung war ja nun mal da.

„Och, ja. Warum eigentlich nicht“, hat dann Heino Meyer gemeint. Es fand sich ein Lektor, eine kleine Druckerei in Sottrum.

Die ganze Angelegenheit wurde optisch ein Stück weit aufgearbeitet, in Reihenfolge gebracht, in Heftform gebunden.

Zu lesen sind da nun Werke aus den rund letzten 30 Jahren. Mal heitere Geschichten, mal sehr nachdenkliche. Frühling, Sommer, der Wonnemonat Mai, Weihnachten. „Querbeet eben.“ Völkersen, Nindorf, Verden wurden schriftlich und bildlich verewigt. Meyer schätzt seine Heimat sehr. Und der Wald ist auch dabei, das ging eigentlich nicht anders, der Nindorfer liebt seinen Wald.

Für zehn Euro bekommt man den Band im Hofladen Früchtenicht in Völkersen, in der „Blumenkiste“ in Völkersen und im Langwedeler Rathaus im Ordnungsamt. Geld will Heino Meyer dabei nicht verdienen.

„Den Erlös hab ich für die Fußballmädchen im SV Holtebüttel gedacht.“ Die Jungs aus Holtebüttel spielen schon seit ein paar Jahren in Völkersen und Langwedel. Und Heino Meyer ist selbst leidenschaftlicher Fußballer. „In einer 60-er Mannschaft und einer 65-er. Da kann ich auch schon mitspielen. Aber in Holtebüttel sind wir nicht genug.“ Also spielt Meyer in Langwedel und in Thedinghausen.

Die Freude am Dichten und am Fußball ließ sich übrigens im Falle Meyer nutzbringend verbinden. Mit ein paar launigen Reimen versehen schickte er einen Brief an das ZDF mit der Bitte um fünf Karten für das „Aktuelle Sportstudio“. In Mainz fand man den Wunsch so originell vorgetragen, dass es an Warteliste und Lostrommel vorbei die gewünschten Karten gab. Jetzt fahren sie Ostern 2013 nach Mainz. „Da werden wir uns dann einen schönen Tag machen.“ · jw

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