Die Achimer Malerin Svenja Wetzenstein zeigt im KunstRaum der Commerzbank Ölbilder auf Birkenholz

Heimspiel: Gewinnen ist nicht genug

Dr. Arie Hartog (r.), der Direktor des Bremer Gerhard-Marcks-Hauses, übernahm die Einführung zur „Heimspiel“-Ausstellung von Svenja Wetzenstein (l.) im KunstRaum der Achimer Commerzbank.

Achim - ACHIM (mar) · „Heimspiel“, so heißt die Ausstellung von Svenja Wetzenstein, die am Dienstagabend im KunstRaum der Commerzbank eröffnet worden ist. Ein treffender Titel, findet der neue Filialleiter Stefan Marowsky, der vorab im Internet recherchiert hatte (siehe Kasten). Schließlich tritt die Achimerin mit ihren Bildern vor heimischem Publikum an – das verspricht Rückenwind.

Die Vorlage von Stefan Marowsky nahm Dr. Arie Hartog auch in seiner Einführung auf. „Malerei kennt keine Gegner, und das Publikum ist auch immer kritisch – nur gewinnen, ist da nicht genug“, sagte der Direktor des Bremer Gerhard-Marcks-Hauses.

Bei den Besuchern der Vernissage konnte Svenja Wetzenstein schon einmal – um im Bild zu bleiben – punkten. „Ich hatte mir allerdings mehr Menschen erhofft“, zeigte sich Heidrun Stöver, die erste Vorsitzende des Kunstvereins Achim, angesichts der 22 Kunstinteressierten enttäuscht. Aber diejenigen, die erschienen waren, sparten nicht mit Lob. „Die Bilder haben eine sehr warmherzige Ausstrahlung. Ich bin wirklich angerührt“, sagte beispielsweise die Bremerin Sigrid Sander. „Die Bilder haben alle eine Handschrift – man sieht das Herz und Gemüt dahinter“, pflichtete ihr Günther Kressl bei. Der Achimer attestierte Svenja Wetzenstein, die „Gratwanderung zwischen Kunst und Kitsch“ sehr schön gemeistert zu haben.

Die Bilder der gebürtigen Kielerin sind mit Ölfarbe auf Birkenholz gemalt. „Das ist eine uralte Idee: Schon in der Renaissance wurde mit Öl auf Holz gemalt“, erklärt Svenja Wetzenstein. Als Vorlage für ihre Werke dienen der 36-Jährigen Fotos, die sie scannt und anschließend mit einem Beamer auf das Holz projiziert. „Die Fotos stammen teilweise aus dem Fundus meiner Familie, teilweise habe ich sie bei Ebay ersteigert oder auf dem Flohmarkt gekauft“, berichtet die diplomierte Bildende Künstlerin. Meistens stellen die Motive alltägliche Situationen dar. „Wichtig ist, dass die Bilder unvollkommen sind – wären sie perfekt, müsste ich sie nicht mehr umsetzen“, erläutert Svenja Wetzenstein. Beim Malen mit filigranen Pinselstrichen dient ihr das Holz nicht bloß als Hintergrund. „Ich mag es, wie Malerei und Maserung miteinander verwoben sind“, schwärmt sie.

Seit 2005 arbeitet Svenja Wetzenstein in dieser Technik. Etwa 60, relativ kleinformatige Bilder, von denen 32 in der Ausstellung zu sehen sind, hat sie in dieser Zeit fertiggestellt. „Und ich habe das Gefühl, dass mich das noch länger beschäftigt, weil es immer wieder was Neues gibt“, sagt sie.

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