Studie bestätigt Kosten-Nutzen-Analyse

Haltepunkt für Dauelsen wird realistischer

Verden - Von Volkmar KoyDie Ortschaft Dauelsen ist einem Bahn-Haltepunkt ein entscheidendes Stückchen näher gekommen. Das ist das Ergebnis der gutachterlichen Bewertung, die Fachbereichsleiterin Ulrike Zeidler in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung im Rathaus vorstellte.

Überall sei der Wunsch verzeichnet, einen zusätzlichen Bahnhaltepunkt in Dauelsen zu installieren, so Ulrike Zeidler. Dagegen stehe die grundsätzliche Kritik der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hinsichtlich der Planung. Sie habe verlangt, dass die Stadt die Machbarkeit nachweisen müsse. So sei eine Studie in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis sei überraschend positiv und eindeutig, so die Fachbereichsleiterin.

Auch die Kosten-Nutzen-Analyse beinhalte ausschließlich positive Vorzeichen. Dabei sei von vornherein davon ausgegangen worden, das Ganze nicht schön zu rechnen. Das Ergebnis: Wenn nur 7,8 Prozent der im Einzugsbereich des Haltepunktes lebenden Menschen die Bahn nutzen würden, sei man bei den Kosten und dem Nutzen bereits auf der sicheren Seite. Immmerhin lebten rund 3000 Einwohner in dem besagten Einzugsbereich. Anders ausgedrückt: Wenn 260 Personen am Tag in Dauelsen ein- und aussteigen würden, „dann passt das“ (Zitat Ulrike Zeideler).

In der Untersuchung sei sogar ein Potenzial von rund 330 Ein- und Aussteigern/Tag am Haltepunkt ermittelt worden. Dauelsen sei des weiteren im Vergleich zu anderen Haltepunkten mit relativ geringem Investitionsaufwand bautechnisch machbar und weise ein sehr positives Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Schätzungen zufolge sei mit einer Investitionssumme von 1,38 Millionen Euro zu rechnen. „Das ist recht günstig“, betonte die Expertin aus dem städtischen Bauamt.

Dabei seien die Schüler und Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen noch gar nicht eingerechnet worden. Das sei mit Absicht geschehen, um das Ergebnis der Studie nicht zu verfälschen. „Wir haben also noch Luft nach oben“, freute sich die Fachbereichsleiterin.

Stadt und Landkreis würden, gestützt auf die Studie, nunmehr Gespräche mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen als zuständige Behörde für die Realisierung und Förderung führen, so Ulrike Zeidler. Da sei aber noch „ein dickes Brett zu bohren“. Größtes Hindernis könnte die fahr-plantechnische Machbarkeit sein. Kürzlich hatte diese Zeitung über den zeitlichen Druck, dem die Lokführer der Nordwestbahn ausgesetzt seien, berichtet.

Ungeachtet dieser Tatsache hat der Ausschuss für Bau und Planung beim Landkreis Verden beschlossen, 10 000 Euro für eine Fahrplan-Simulation in den Haushalt einzustellen.

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