Erste Aufträge sind vergeben / Verkehrsbehinderungen kommen / Ideen für Stadtgestaltung gefragt

Häuser fallen für neuen Kreisel

In der zweiten Juliwoche soll das schöne, aber auch äußerst renovierungsbedürftige Haus verschwunden sein.

Achim - ACHIM (mb) · Nach dem Ratsbeschluss für den Gieschen-Kreisel letzte Woche hat der Achimer Verwaltungsausschuss die Aufträge für den Abriss zweier Häuser an der Gieschen-Kreuzung vergeben.

Als erstes wird das Rühesche Haus (früher Ernstings Family) abgerissen. Entkernungen im Haus und „hintergründige“ Abrissarbeiten sind bereits angelaufen. Kritiker bemängeln bereits, dass Bauschild und Bauzaun sowie eine Beweissicherung für ein Nachbarhaus fehlten.

Heute bereits soll die Justitia-Figur im Giebel des Hauses vorsichtig abgebaut werden. In großem Stil soll der Abriss ab dem 5./6. Juli stattfinden. Wenn am Wochenende 11./12. Juli dann die Hausfront zur Kreuzung verschwindet, wird eine Fahrspur der Landesstraße 158 in diesem Bereich gesperrt werden, wie gestern Verkehrsplaner Stefan Schuster mitteilte.

In der zweiten Julihälfte wird auch das ehemalige Haus Jung am Beginn der Fußgängerzone abgerissen.

Ist das Haus dann spätestens am 12. Juli dem Erdboden gleichgemacht, beginnen die Abrissarbeiten für das Haus der ehemaligen Drogerie Jung gegenüber am Eingang der Fußgängerzone Obernstraße und laufen bis Ende Juli. Die Stadt möchte, wie gestern Erster Stadtrat Wolfgang Ritzenhoff sagte, die gewonnene Freifläche in Verbindung mit dem alten Markt und der Borsteler Landstraße neu und ansprechend gestalten und dabei auch die Bürger mit ihren Ideen möglichst breit beteiligen. Im August soll intensiv über die Neugestaltung dieses Eingangsbereichs der Achimer Fußgängerzone gesprochen werden.

Dann werden auch die neuen Leitungen für Gas, Wasser und Strom verlegt werden.

Der Startschuss zum eigentlichen Kreiselbau soll dann Anfang September gegeben werden.

Während der Arbeiten wird es natürlich zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der Verkehr soll auf schmalen Spuren mit Ampelregelung über die Baustelle geführt werden oder bei zeitweiliger Totalsperrung der Baustelle über eine neue Spur auf dem Gelände des Baustoffhandels Scherf Richtung Große Kirchenstraße verlaufen.

Umgehungen des Baustellenbereichs über die Autobahnanschlüsse Achim-Ost und Achim-Nord beziehungsweise über ortsbekannte Schleichwege sind sicher nicht verkehrt.

Bis Ende des Jahres soll der Kreisel in Betrieb genommen werden. Er wird auf 1,15 Millionen Euro geschätzt, zu denen die Europäische Union 400 000 Euro beisteuert.

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