Großübung bei extremen Temperaturen / 400 Kräfte proben Ernstfall

Ein Alarm jagt den nächsten

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Schweißtreibender Einsatz im Chemieunfallschutzanzug. Diese Helfer waren wahrlich nicht zu beneiden.

Landkreis - Etwa 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungsdienst mit rund 60 Fahrzeugen waren Sonnabend im Einsatz. Sie waren bei einer Großübung mit der Bewältigung von verschiedenen Übungsszenarien gefordert, die zeitgleich in der Stadt Verden und der Samtgemeinde Thedinghausen sowie der Gemeinde Dörverden stattfanden.

Der Ausgangspunkt der Übung ergab sich aus der aktuellen extremen Wetterlage und das Szenario führte laut Drehbuch zu einem erhöhten Einsatzaufkommen durch ausgedehnte Waldbrände. Hier waren die Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren und anderer Hilfsorganisationen stark beansprucht. Der Landrat ließ in Absprache mit dem Kreisbrandmeister die Kreisfeuerwehrbereitschaft alarmieren.

Ein ausgedehnter Wald- und Flächenbrand in der Gemarkung Verden-Walle war ein Teil des Szenarios. Da die örtlichen Einsatzkräfte den Brand wegen der schnellen Ausbreitung nicht unter Kontrolle bringen konnten, wurden die KFB-Fachzüge Wassertransport und Wasserförderung zur Unterstützung herangezogen. Unter anderem wurde eine lange Schlauchleitung von einem Hydranten zum Einsatzort gelegt. In Walle war auch der Revierförster Andreas Junge mit eingebunden.

Zeitgleich war in der Gemeinde Dörverden der Gefahrgutzug aus Nienburg auf einer Übungsfahrt und bot seine Hilfe bei einem Einsatz auf einer Biogasanlage an, wo es zu einer Verpuffung gekommen war.

Dabei wurden unter anderem mehrere Fässer mit einer Säure ebenso beschädigt wie eine Biogasleitung. Ein Simulator der KFB Nienburg für Leckage sorgte für realistische Voraussetzungen bei der Übung, zudem waren mehrere Personen zu retten. Da Schadstoffe austraten, trugen die Helfer den Chemieschutzanzug (CSA), was bei der großen Hitze sehr anstrengend war.

Feuerwehrübungen im Landkreis Verden

Mit im Boot war die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Schaumburg Nord, die mit 135 Aktiven und etwa 40 Fahrzeugen an einer Übung auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) am Wasserplatz in Barme unter der Leitung vom Kreisbereitschaftsführer Joachim Murth teilnahm. Neben dem Befüllen von Sandsäcken mit 50 Tonnen Sand stand am Freitag und am Sonnabend die theoretische und praktische Einweisung in die Deichbefestigung und –sicherung im Vordergrund.

Der KFB-Fachzug Technische Hilfeleistung war kurze Zeit später bei einem schweren Verkehrsunfall in Thedinghausen gefordert. In einer Kurve war ein Wasserwagen umgestürzt und hatte einen Passanten unter sich begraben. Ein Arbeiter auf einem Silo, der den Unfall zufällig beobachtet hatte und zu Hilfe eilen wollte, stürzte dabei in dieses hinein und musste ebenfalls aus seiner misslichen Lage befreit werden. Zudem galt es, den unter Schock stehenden Fahrer des Wasserwagens zu betreuen.

Die Versorgung der mehr als 400 Einsatzkräfte übernahm auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale der Logistikzug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden. Hier war auch die technische Einsatzleitung TEL eingerichtet, in der die überörtliche Koordination lief.

rö/kt

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