Stadt Verden unterschreibt Vertrag

Großflächiger Einzelhandel im Visier

Verden - Bürgermeister Lutz Brockmann brachte es nach längerer Debatte auf den Punkt: „Ziel ist es, dass wir in Zukunft nicht nur grüne Wiesen haben, sondern auch intakte Innenstädte.“ Ein hehres Anliegen, das künftig durch die Zustimmung der Stadt Verden zum raumplanerischen Vertrag des Regionalen Zentren- und Einzelhandelskonzeptes manifestiert werden soll.

Dazu wird in Kürze in der Mitgliederversammlung des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen das entsprechende Vertragswerk unterzeichnet. Die Geschäftsführerin des Kommunalverbundes, Susanne Krebser, erläuterte dem Ausschuss für Stadtentwicklung in der jüngsten Sitzung im Verdener Rathaus die Zielsetzungen des Vertragswerkes. Es gehe um die Stärkung der Innenstädte. Regional abgestimmt sollen Versorgungsstrukturen gestärkt werden. Entscheidendes Kriterium sei der großflächige Einzelhandel (über 800 Quadratmeter), um mögliche städtebauliche Fehlentwicklungen zu verhindern.

Der Geltungsbereich umfasst das Gebiet zwischen Hambergen im Norden, Hoya im Süden und Twistringen im Westen. „Es geht um eine Million Menschen“, sagte Susanne Krebser. Alle Kommunen behielten ihre Planungshoheit. Auf der anderen Seite sei beabsichtigt, den zentralen Versorgungsbereich beispielsweise in Verden nicht durch die Planungen der Nachbarn zu stören. Dazu müssten die Entscheidungsträger in allen Kommunen des Kommunalverbundes über den gleichen Informationsstand verfügen.

Kommunalverbund

ist die Triebfeder

Derzeit stünden noch eine Reihe von rechtlichen Fragestellungen zu dem raumplanerischen Vertrag, die aber nach und nach abgearbeitet würden, so Susanne Krebser. Sie räumte ein, dass zum Beispiel die Gemeinde Kirchlinteln und auch der Landkreis Verden Bedenken gegen das Vertragswerk hätten. Das habe aber das Land Niedersachsen nicht davon abgehalten, die Idee des Kommunalverbundes grundsätzlich zu begrüßen.

So wurde die Vorlage einstimmig vom Ausschuss verabschiedet, auch in der Gewissheit, dass laut der Geschäftsführerin der Bestandsschutz Priorität bei den Planungen habe. Was aber keine Kommune davon abhalten sollte, alte Baurechte zu überprüfen. · koy

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