„Jümmer wedder nachts Klock veer“ hat am 4. November in Langwedel Premiere

Goldbachbühne probt „richtig schöne Boulevardkomödie“

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Die tun nicht nur so, die sind wirklich gut drauf, die Leute von der MTV-Goldbachbühne. ·

Langwedel - Nee, sommerlich warm ist das nicht im Saal von Klenkes Gasthaus. Aber die Stimmung vor und auf der Bühne ist allerbest. Was nicht am ersten Glühwein der Saison liegt, der da in einem Glas auf dem Tisch vor sich hin duftet. Die MTV-Goldbachbühne steckt mitten in den Proben für die plattdeutsche Komödie „Jümmer wedder nachts Klock veer“, die am 4. November Premiere hat.

„Dieses Jahr sind wir sehr glücklich mit unserem Stück“, sagt Regisseur Arno Stomberg. „Wir haben schon eine Menge Spaß gehabt. Und das ist ja auch wichtig, dann geht ja vieles leichter von der Hand.“

Ganz einfach ist das ja auch nicht, sich jedes Jahr wieder ein knackiges Stück auszusuchen, das in der näheren Umgebung nicht just gelaufen ist. Wo es doch im Flecken Langwedel und umzu einige sehr gute Laienbühnen gibt.

Mit „Jümmer wedder nachts Klock veer“ hat man sich einen einen Dreiakter von Rolf Sperling und Stefan Bernmüller (Plattdeutsch von Jan Harrjes) ausgeguckt, der im Stil einer klassischen Boulevardkomödie daherkommt.

Reich an Pointen und mit jeder Menge Bewegung und Aktion auf der Bühne ist das Stück - wie sich das für eine Boulevardkomödie gehört.

Auch beim plattdeutschen Theater geht der Trend immer mehr in Richtung Boulevard. Muss er auch, wenn man auch wieder mehr jüngere Leute ins Theater locken will. Dessen ist man sich in Langwedel bei der traditionsreichen Goldbachbühne wohl bewusst.

„Und wir haben hier eine richtig schöne Boulevardkomödie“, ist sich Arno Stomberg sicher. Es geht, unter anderem, um drei Pärchen. „Die Ältesten sind dabei die laszivsten“, schmunzelt Stomberg. Was der Herr Regisseur damit meint? „Je öller, je döller!“

Das Stück spielt in der Wohnung des Junggesellen Thomas Lindemann. Der könnte in seiner Bude ja schön die Ruhe weghaben... Wenn da nicht die streitsüchtigen Nachbarn auf der Suche nach Asyl einfallen würden, Lindemanns Freundin eher als erwartet zu Besuch käme, die liebe Mama und der Hausmeister noch ordentlich mitrühren würden. Kurz: Chaos mit reichlich Verdächtigungen, Fehlinterpretationen und ein bisschen pikantem Schweinkram ist vorprogrammiert. Wie das sein soll.

Auf der Bühne stehen in diesem Jahr in Langwedel Marco Behrmann, Silke Thies, Meike Söhl, Richard Elling, Ulrich Blome, Mirka Ortmann und Kerstin Jahnke.

„Mirka Ortmann ist eine Leihgabe aus Langwedelermoor“ wirft Silke Thies ein. „Darüber sind wir sehr, sehr froh“, fügt Arno Stomberg an. „Sie ist eine total tolle Bereicherung, hat Bühnenerfahrung und passt toll in die Truppe.“

Ohne jede Bühnenerfahrung ist dagegen Kerstin Jahnke. „Für sie haben wir eine hochdeutsche Rolle“, erklärt Regisseur Stomberg. „Dieses Jahr ist die Einführungsrunde, nächstes Jahr spielt sie plattdeutsch.“

Kerstin Jahnke guckt leicht skeptisch. Aber lange gebeten werden musste sich nicht. „Ich kannte die meisten ja schon.“

„Genau, sie wusste, auf was für einen Haufen sie sich einlässt.“

Was die Goldbachbühne in diesem Jahr zustande bringt, lässt sich erleben am 4. November (mit Frühstück vorneweg ab 9.30 Uhr), am 11. November (19 Uhr), am 15. November (20 Uhr), am 17. November (ab 19 Uhr mit anschließend Tanz), am 18. November (ab 12 Uhr, erst mit Kohl und Pinkel, anschließend Theater) und am 25. November (ab 17 Uhr Schnitzelbüffet, ab 19 Uhr Theater) im Saal von Klenkes Gasthaus.

Den ersten Kartenvorverkauf gibt es am 21. Oktober von 10 bis 12 Uhr in Klenkes Gasthaus. · jw

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