Dietmar Ruhfus unterstützt mit 1000-Kilometer-Radtour eine Krebsstiftung

Für glückliche Kinderaugen

Ein Mann, ein Fahrrad, 1000 Kilometer: Für die Kinder-Augen-Krebs-Stiftung fährt Dietmar Ruhfus von Flensburg bis nach Füssen. ·
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Ein Mann, ein Fahrrad, 1000 Kilometer: Für die Kinder-Augen-Krebs-Stiftung fährt Dietmar Ruhfus von Flensburg bis nach Füssen. ·

Verden - Von Sigrun GrasekampDietmar Ruhfus fährt mit dem Rad 1000 Kilometer an 60 Tagen, mit einem Ziel: aufmerksam machen auf Augenkrebs bei Kindern. Für eine Krebsstiftung ist er momentan auf seiner „Augenlicht Spendentour – für glückliche Kinderaugen“, die von Flensburg bis nach Füssen führt. „Ich mache das für meinen Bruder und alle anderen Betroffenen, ich möchte einfach helfen“, sagte der Hobbysportler, der gestern Halt in Verden machte.

Die Tour begann für den 48-jährigen Bankkaufmann am 15. Juni in Flensburg. Am 15. August endet seine Reise in Füssen, mit dem Zug wird er dann wieder in seine Heimat Eckernförde zurückkehren. „Ich fahre ganz ohne Stress und sehe meine Planung ganz locker.“ Auf Tour gehen wollte er sowieso, dafür nahm er sich zwei Monate unbezahlten Urlaub. „Ich wollte einfach mal raus, dazu entwickelte sich die Idee, etwas Gutes dabei zu tun.“

Durch das Schicksal seines Bruders kam dann der Gedanke, sich für die Aufklärung und Forschung der relativ unbekannten Krebserkrankung „Retinoblastom“ einzusetzen. Denn bei Ruhfus‘ Bruder Thomas war der Augenkrebs im Kindes-alter nicht entdeckt worden: „Dadurch verlor er ein Auge und leidet bis heute an den Folgeerkrankungen, Magen- und Knochenmarkkrebs.“ Zusammen mit seinem Bruder plante er die Reise und entschied sich, speziell das Projekt „Weiß sehen“ der Kinder-Augen-Krebs-Stiftung der Familie König zu unterstützen. „Die Planung und die Tour ist wie eine Art Therapie für mich und meinen Bruder.“

Dabei freuen sich die Geschwister natürlich über jeden Euro, der gespendet wird, wichtiger ist ihnen jedoch die Aufklärung: „Diese Krankheit tritt einmal unter 18 000 Kindern auf. Bis zum fünften Lebensjahr können sie daran erkranken. Wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird, ist er zu 95 Prozent therapierbar. Daher sollte der Test auch bei den Standarduntersuchungen durchgeführt werden. Selbst die Ärzte sind noch nicht gut genug darauf geschult. Erkennungsmerkmale der Krankheit sind unter anderem ein starkes Schielen, und wenn bei einem geblitzten Foto, statt eines roten Fleckes ein weißer Fleck im Auge zu sehen ist.“

Auf den ersten Etappen seiner Reise hat Ruhfus schon viel erreicht und Herzlichkeit erlebt. „Ich habe gelernt, dass es noch Werte in der Gesellschaft gibt“. So erzählt er von Hoteliers, die spontan auf die Bezahlung des Zimmers verzichteten und den Betrag spendeten, oder von der Schulklasse, die ohne lange zu überlegen durch einen Frühstücksverkauf Geld sammelte. Oder von dem blinden Jungen, der am Infostand der Stiftung Keyboard spielte und damit die Herzen der Menschen bewegte. Auch Ruhfus‘ Arbeitgeber, die Sparkasse, schrieb alle Fillialen auf seiner Route an. Jede von ihnen wird etwas in den Spendentopf schmeißen.

„Durch die Tour und die Hilfsbereitschaft der Menschen, ist mir mein eigenes Leben viel bewusster geworden. Ich weiß nun, worauf es ankommt: einfach leben. Die Menschen, die trotz der Diagnose Krebs sich am Leben erfreuen, sind dabei ein großes Vorbild für mich.“

Mit dieser Einstellung wird Dietmar Ruhfus alle weiteren Etappen seiner langen Reise genießen. „Jetzt muss ich zum Fahrradladen, meine Reifen aufpumpen lassen, dann geht es weiter nach Nienburg.“

Jeder Euro zählt

Interessierte können Dietmar Ruhfus bei seiner Tour unterstützen und für die Augenkrebsfrüherkennung spenden. Der Live-Bericht zur Tour kann unter facebook.com/AugenlichtSpendentour verfolgt werden. Informationen zur Stiftung, zum Krankheitsbild und Stationen von Dietmar Ruhfus, bei denen aktiv mitgemacht werden kann, gibt es unter http://www.kinderaugenkrebsstiftung.de. Spendenkonto der Kinder-Augen-Krebs-Stiftung:

Konto: 1902631926; BLZ: 37050198; Sparkasse Köln/Bonn

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