Schülerfirma „My Lifestyle“ eröffnet Secondhand-Laden an der Oberschule

Geschäftsidee mit Qualität

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Mit Fruchtsaft wurde auf die Eröffnung des Second-Hand-Ladens in der Oberschule Dörverden angestoßen. ·

Kirchlinteln - DÖRVERDEN · Bis vor ein paar Wochen wussten die Mitarbeiter der Schülerfirma „My Lifestyle“ an der Oberschule Dörverden kaum etwas darüber, wie man ein Ladengeschäft führt. Das hat sich inzwischen geändert. Die Jugendlichen aller Jahrgangsstufen können ebenso beraten, wie die Kasse im Laden bedienen. Und die soll in Zukunft möglichst oft klingeln. Mit Fruchtsaft und im Beisein von Bürgermeisterin Karin Meyer haben die Geschäftsleute auf die Eröffnung ihres Secondhand-Ladens angestoßen.

Intensiv waren die Gespräche, schon fast professionell die Vorbereitungen für das Projekt. Und das Ereignis kann sich sehen lassen. Die Mode aus zweiter Hand werden die Schüler – die Ferienzeiten sind ausgenommen – immer dienstags, von 13 bis 15.30 Uhr, sowie freitags, von 10 bis 12 Uhr, anbieten.

Eine Geschäftsidee entwickeln und dabei viele Fertigkeiten erlernen, die im späteren Berufsleben von Nutzen sein können: Das ist das eigentliche Ziel der Schülerfirma, die Lehrerin Regina Babovic auf den Weg gebracht und die die Schülern in Eigenregie leiten sollen.

Vorbilder waren andere Schülerfirmen in der Region. Zehn Mitarbeiter, die sich während der Öffnungszeiten jeweils zu zweit um den Laden kümmern sollen, waren zügig gefunden. „Unsere Schüler sollen unter realistischen Bedingungen lernen, wie Betriebsabläufe funktionieren“, hieß es.

Bei der Eröffnung stand aber zunächst die Secondhand-Boutique im Vordergrund des Interesses, die die Schülerfirma in einem ehemaligen Klassenzimmer so hübsch eingerichtet hat. Und die Gäste kamen aus dem Staunen nicht heraus.

Auch Schulleiter Heinz-Hermann Sündermann, der das Projekt mit Wohlwollen begleitet und unterstützt, lobte das Ergebnis: „Ich gratuliere euch zu eurem Mut, eine Firma zu gründen und ein Geschäft zu eröffnen.“ Sündermann sprach außerdem von „einem Stück Arbeit, das die Schüler geleistet haben“. Er hoffe, dass sich der erwünschte Geschäftserfolg zügig einstellen werde.

Wie jedes reale Unternehmen, muss auch eine Schülerfirma straff organisiert werden. Und neben Verkauf und Kasse müssen sich Schüler auch um solche Dinge wie um Aquise von Ware oder Buchhaltung kümmern. Für den Firmenstart hatten noch Eltern, Kollegium, Bürger und das Verdener Modehaus Kolossa den Schülern unter die Arme gegriffen und ihnen für die Grundausstattung Kleidung, Kleiderständer und -bügel spendiert.

In Zukunft wird aber vor allem die Eigeninitiative der Jung-Unternehmer gefordert sein, die dafür Sorge tragen müssen, dass ihnen die Kleidung aus zweiter Hand nicht ausgeht. Das Projekt, so Babovic, solle die Eigenverantwortung der Schüler und darüber hinaus auch die Mitgestaltung des Schullebens fördern. Auch wirke sich die Mitarbeit in der Schülerfirma sicher fördernd auf zukünftige Berufsbewerbungen von Jugendlichen aus. „Das Engagement in der Schülerfirma macht sich in einer Bewerbung immer gut.“

Der Secondhand-Laden „My Lifestyle“ ist ein Angebot für Jedermann. Gut erhaltene und saubere Damen-, Herren-, Jugend- und Kinderkleidung sowie sehr gut erhaltene Schuhe werden in Kommission (sehr gerne aber auch als Spende) entgegengenommen. Bei Verkauf von Kommissionsware werden 50 Prozent des zuvor verhandelnden Verkaufspreises ausbezahlt. · nie

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