Feuchtes Naturerlebnis für Reiter und Kutschenfahrer

Nur der Gesang wurde abgeblasen

Auch die sechsjährige Luzie Süße sortierte vom Pferd aus mitten im Wald Strümpfe. Was bei so einem Naturerlebnisritt nicht alles auf dem Programm steht.

Etelsen - (hu) · „Erntezeit“ war das Thema des 7. Naturerlebnis-Ritts (oder Fahrt, für die Kutschenleute) des VFD Bezirksverbands Verden, die am Sonnabend auf dem Hof Zwirner in Etelsen gestartet wurde. Insgesamt 29 Teilnehmer ließen sich auch vom Dauerregen nicht schrecken und starteten gut gelaunt per Kutsche oder Pferd.

Zwei Reiterinnen, deren Pferde leider nicht fit waren, stiegen ersatzweise auf ihre Drahtesel. Gestartet wurde in Dreierteams. Auf der über 17 Kilometer langen Geländestrecke von Etelsen über Steinberg und Badenermoor gab es verschiedene Aufgaben zu erledigen.

So war viel Wissen über das Thema Erntezeit erforderlich, neben einer Geländekarte wurde auch ein Fragebogen mit auf die Reise gegeben, für Notfälle sollte natürlich auch ein „Erste-Hilfe-Set“ dabei sein.

Unter anderem waren vier markante Punkte auf der Strecke anhand von Bildern wieder zu erkennen. Die Fragen gingen über Pflanzen, dem Flächenmaß in der Landwirtschaft und neun landwirtschaftliche Geräten sowie sechs Getreidesorten, die unterwegs auf Schautafeln zu sehen waren. Auf der Strecke hing auch ein T-Shirt, als Motiv ein Schaukelpferd auf Rädern und der Unterschrift „Fährt“. Am Ziel sollten sich die Teilnehmer an dieses Motiv erinnern.

Vier Stationen waren unterwegs anzureiten. Bei der ersten Station in Etelsen war „Waschtag“. Socken mussten sortiert und vom Reiter oder der Kutsche per Zeit in eine Tonne transportiert werden. Beim „Zaunbau“ in Steinberg sollten in vorgegebener Zeit möglichst viele Nägel korrekt eingeschlagen werden, aber mit festem Boden unter den Füssen.

Trotz des Dauerregens machte auch das „Kürbiskegeln“ in Badenermoor viel Spaß. Vom Pferd oder der Kutsche aus mussten kleine Kürbisse möglichst nahe an einen großen Kürbis heran gerollt werden.

Im Etelser Holz wartete dann die letzte Aufgabe, dort wurden „Eichhörnchenhelfer“ gesucht, die Eicheln möglichst zielgenau werfen konnten. Erschwerend dabei war, dass das Ziel ein schwankendes Tablett mit vorgegebenen Löchern war.

Insgesamt konnten auf der Strecke 170 Punkte gesammelt werden. Die letzte Aufgabe, nämlich ein Lied zu einem zugeordneten Tier zu singen, wurde wegen des Regens abgesagt.

Dann wurde es spannend, als die Punkte addiert wurden. Am erfolgreichsten waren Rebecca König und Marianne Fritz aus Dörverden sowie Martina Raulf und Maren Schwacke aus Verden, die 131 Punkte auf dem Konto hatten.

Die Familie Süße mit Paula Hauschild aus Langwedel kam mit 124 Punkten auf den zweiten Platz. Zu diesem Team gehörte die jüngste Teilnehmerin, Luzie Süße mit sechs Jahren, die auf ihrem Shetlandpony „Kasimir“ dabei war. Den dritten Platz belegten mit 119 Punkten Barbara Dedekind und Claudia Wittboldt-Müller aus Verden, Katja Mügge aus Dörverden sowie Christin Meißren aus Kirchlinteln.

Bemerkenswert ist noch die Gruppe mit den ältesten Pferden. Birte Grabenhorst auf der 22-jährigen „Hazienda“ wurde begleitet von Rieke Wittenberg auf „Regent“, der schon 26 Jahre alt ist, sowie Johanna Wittenberg mit der 15-jährigen „Hanna“. Ein schönes Beispiel dafür, dass Pferde im Freizeitsport sehr lange Partner sein können. Womit man dann auch wieder bei einem Hintergrund der ganzen Veranstaltung wäre, schließlich wurde den Teilnehmern auf den Weg mitgegeben, mit der Natur und dem Partner Pferd pfleglich umzugehen.

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