Gerd Schmakeit und Eberhard Zegula laden Sommercamp-Teilnehmer ein

Zwei Jäger und 20 Kinder aus der Ukraine

So ein Fuchsfell um den Hals geschlungen ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Der Infoveranstaltung der Jäger für die ukrainischen Kriegskinder passte aber trefflich.
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So ein Fuchsfell um den Hals geschlungen ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Der Infoveranstaltung der Jäger für die ukrainischen Kriegskinder passte aber trefflich.

Daverden - Ausflüge standen für die 20 Kinder aus der Ukraine, die zur Zeit ein Sommercamp im Schullandheim Cluvenhagen aufgeschlagen haben (wir berichteten), ja einige an. Die beiden engagierten Jäger Gerd Schmakeit und Eberhard Zegula ließen es sich nicht nehmen, den Kindern, die ihre Väter im Krieg verloren haben, die Natur rund ums Schullandheim ein bisschen näher zu bringen.

Von Cluvenhagen aus ging es durch den Wald zum Daverdener Schützenplatz. Dort hatten die Jäger das Infomobil der Jägerschaften im Landkreis Verden aufgestellt.

Begleitet wurden die Kinder aus der Ukraine von den beiden Betreuerinnen Lilia Dubas und Halyna Dzyuba, die den Kindern die Ausführungen von Gerd Schmakeit übersetzten. Alle Tiere aus den heimischen Wäldern hatten die beiden Jäger dabei, doch nicht immer hatte Lilia Dubas die Übersetzung parat. Kein Problem in heutiger Zeit, denn schnell wurde eine Message zu einer Freundin in der Ukraine gesandt und die Antwort kam später.

Am Montag waren die Kinder übrigens in Bremen – und sind nun mächtig stolz darauf, den Werder-Trainer Viktor Skripnik getroffen zu haben. Der kommt selbst aus der Ukraine, nahm sich Zeit für die Kinder, zeigte ihnen das Weserstadion und überreichte kleine Gastgeschenke, wie Werder-Schals. Aber auch ein Besuch der Bremer Innenstadt durfte natürlich nicht fehlen.

Am Mittwochnachmittag ging es dann noch zur Schleuse und weiter nach Etelsen, das Schloss und den Park angucken. Gestern stand dann noch ein ganz besonderer Ausflug an: eine Fahrt zum Heidepark Soltau.

Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte – die zwei Wochen Deutschland haben die jungen Gäste genossen. Am Sonntag geht es wieder mit dem Bus nach Hause. Schließlich fängt am 1. September in der Ukraine die Schule wieder an. Und da will man pünktlich zuhause ein.

Das Sommercamp für die Kriegswaisen wurde übrigens ehrenamtlich organisiert. Im Internet findet man unter www.betterplace.org/p23558 alle Informationen zu dem Projekt – und das ist, auch für eine eventuelle Fortsetzung, auf Spenden angewiesen.

Wer zu seiner Bank gehen und das Projekt unterstützen möchte, kann dies über das Konto des Zentralverbandes der Ukrainer in Deutschland tun: Postbank Berlin, IBAN DE09100100100777623103, SWIFT/BIC: PBNKDEFFXXX, Verwendungszweck „Ukraine Kriegskinder 2015“.

Aktuelle Fotos vom Sommercamp findet man unter www.facebook.com/Sommercamp.Kiew.Bremen.2015

hu

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