Umstrittener Häuserbau auf Kirchengrundstück am Querweg soll bald starten

Gemeinde- und Pfarrhaus stehen vor dem Abriss

Ein Stück alter Idylle bricht weg: Bäume auf dem Kirchengrundstück am Querweg wurden bereits gefällt, der Gemeindehaus-Container (hinten) und das benachbarte Pfarrhaus im Bungalow-Stil sollen in den nächsten Wochen beseitigt werden. ·
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Ein Stück alter Idylle bricht weg: Bäume auf dem Kirchengrundstück am Querweg wurden bereits gefällt, der Gemeindehaus-Container (hinten) und das benachbarte Pfarrhaus im Bungalow-Stil sollen in den nächsten Wochen beseitigt werden. ·

Achim - Dem lange umstrittenen Bauvorhaben am Querweg im Wege stehende, nicht geschützte Bäume wurden von einer Firma bereits gefällt und abtransportiert. Heute sollen die Hausanschlüsse von den Stadtwerken gekappt werden. Das Kirchengrundstück in Uesen wird nicht mehr lange als solches zu erkennen sein. Bis Mitte Februar sollen das Gemeindehaus und das Pfarrhaus verschwinden.

Das ist der Zeitplan, den Rainer Bohl, Chef der ID-Bau in Harpstedt, auf Nachfrage preisgab. Wenn das Abbruchunternehmen aus Stuhr die Arbeiten beendet habe und der „Winter“ mitspiele, solle schon bald mit den Neubauten begonnen werden. Vier freistehende Einfamilienhäuser sind nach Angaben von Bohl auf dem Gelände vorgesehen.

Das Projekt laufe in Kooperation mit der St.-Laurentius-Kirchengemeinde Achim, die weiterhin Eigentümer des Areals sei und mit Hilfe der zu erwartenden Verkaufserlöse das zentrale Gemeindehaus an der Pfarrstraße sanieren und erweitern will. Die ID-Bau plane und vermarkte die Grundstücke und Häuser und fungiere als Bauträger, erläuterte der Firmenchef.

Er sei froh, dass es nun losgehen könne. Wegen Einwendungen von Anwohnern habe sich das Vorhaben um rund ein Jahr verzögert, sagte Bohl. Aufgrund des Protests seien die Baupläne abgespeckt worden.

Eine „Interessengemeinschaft Richtweg / Querweg“ formierte sich wegen der befürchteten „Bauklötze“ in Sichtweite und warf der Kirche rücksichtsloses Gewinnstreben vor. Nach dem nichtsdestotrotz erfolgten Auslegungsbeschluss des Stadtrats für den geänderten Bebauungsplan, der anstelle der bisherigen „Fläche für Gemeinbedarf Kirchen und kirchlichen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“ ein „allgemeines Wohngebiet“ ausweist, habe es etwa zehn Einsprüche gegen die Größe der geplanten Baukörper gegeben, verriet Christa Meiering aus dem Baufachbereich im Rathaus gestern auf Nachfrage.

Wohnsilos bekomme aber niemand vor die Nase gesetzt. Der neue Plan erlaube auf dem Grundstück Einzel- und Doppelhäuser mit jeweils höchstens zwei Wohnungen und einer maximalen Gebäudehöhe von 8,50 Metern, informierte Meiering. Maßstab seien die neun Meter hohen Reihenhäuser am Richtweg.

Auch einen Kahlschlag werde es nicht geben. Die jetzt noch auf dem Gelände vorhandenen Ahorne und die Buche unterlägen der Schutzsatzung und sogar die nicht darunter fallende Laubbaumreihe entlang des Fußwegs zum Richtweg bleibe erhalten. · mm

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