Zionsgemeinde: 75 Jahre „kleine Kirche im Garten“ / Morgen Kurrende-Blasen

Geliebte Unzulänglichkeiten

Pastor Joachim Schlichting (l.) und Pastor Carsten Voß stoßen gemeinsam auf das Kirchenjubiläum an. ·
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Pastor Joachim Schlichting (l.) und Pastor Carsten Voß stoßen gemeinsam auf das Kirchenjubiläum an. ·

Verden - Mit einem gut besuchten Festgottesdienst feierte die Zionsgemeinde Verden bereits drei Tage vor dem eigentlichen Tag das Kirchweihjubiläum der „kleinen Kirche im Garten“. Sie war vor 75 Jahren, am 26. Juni 1938, als jüngste der Verdener Kirchen in der Innenstadt geweiht worden.

In seiner Begrüßung sprach Pastor Carsten Voß von einer damals schwierigen Zeit, in der die Weihe der Kirche vollzogen wurde. Im Dialog mit seinem Vorgänger Joachim Schlichting stellte er die Bedeutung eines Kirchgebäudes als Zufluchtsort der Gemeinde Gottes heraus. Mit einigen liebe- und humorvollen Beschreibungen von Unzulänglichkeiten ihrer Zionskirche brachten sie die Gemeinde zum Schmunzeln.

„Ihr liebt sie so, wie sie ist – eure Zionskirche, das weiß ich“, so Pastor Schlichting über das Haus mit seinem heruntergezogenen Spanten über dem Dach und den Butzenfenstern an den Seiten, dem hohen und schmalen Altarfenster mit dem ständigen Gegenlicht. Die schiefe Glocke im Turm klinge auch so, und mit der Nachkriegsorgel, müsse man etwas barmherzig sein. Ein Mittelgang fehle, was manch einem Platzangst bereite, der mitten drin sitze. Und nach einer halben Stunde in dem Haus könne auch auch schon mal die Luft knapp werden.

Schlichting erinnerte sich daran, dass es mal Zeiten gegeben habe, als zum Wall ein großer Bretterzaun gestanden habe und unten das Eingangstor fest verschlossen gewesen sei; bloß keinen aufs Gelände lassen. Jetzt sei es schön geworden mit der Weite hier, das Gelände sei offen für jedermann und die Garage sei endlich auch aus dem Weg.

Er träume noch immer davon, dass hier ein Brunnen mit Sitzgelegenheiten oder ähnliches in der Art gebaut werde. „Die Idee mit dem Brunnen ist mir zwar neu, aber sie hat was“, entgegnete Pastor Voß. Es wäre ein weiterer Mosaikstein neben vielen anderen kleinen Bausteinen.

Ausdruck des Zeugendienstes seien die Beteiligung am Domweihumzug und am morgigem Mittwoch, 26. Juni, das „Kurrende-Blasen“. Dann wird der Posaunenchor um 18 Uhr am Rathaus und in der Fußgängerzone ein Ständchen spielen. Zum Abschluss wird der Posaunenchor im kleinem Garten musizieren und sich mit den Gästen auf ein gemütliches Beisammensein freuen.

In einem Lichtbildervortrag informierte Reinhold Lührs über den Bau der Kirche und der Vorgeschichte. Bereits um 1900 gab es danach Überlegungen, eine Kirche zu bauen, aber über den Standort wurde mehr als 35 Jahre gestritten. Erst 1936 fiel die Entscheidung zu Gunsten des jetzigen Geländes.

Nach dem Vortrag versammelten sich die Gäste zu einem Sektempfang vor der Kirche und ein gemeinsames Mittagessen wurde angeboten. ·

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