Roman und Marvin verschönern den Jugendraum in Heins mit Graffiti

„Geht auch anders und legal“

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Ein kleiner Ausschnitt des farbenfrohen Graffitos, das nun den Jugendraum in Heins ziert. ·

Kirchlinteln - HEINS · Oftmals sind Graffiti ein Ärgernis und, illegal gesprayt, sogar eine Sachbeschädigung. Dass es auch anders und legal geht, beweist der 17-jährige Roman Miroschnikov, der seit einem Jahr in Heins wohnt. Der gebürtige Verdener hat mit seinem Kumpel Marvin Klaasen aus Kirchlinteln eine 15 Quadratmeter große Wandfläche im Jugendraum in Heins verziert.

Der Jugendbeauftragte der Gemeinde Kirchlinteln, Frank Koch, hatte den Schüler kennen gelernt und in Gesprächen mit ihm von dessen besonderem Faible für Graffiti erfahren. Roman war in Verden bereits beauftragt worden, zwei Objekte mit Graffiti zu gestalten. Davon war Koch angetan, und ihm kam die Idee: „Das geht in Kirchlinteln auch.“ Ein geeignetes Objekt war bald gefunden, der Jugendraum in Heins.

Mit den beiden Schülern fuhr Koch nach Bremen, um dort das notwendige „Werkzeug“ zu kaufen, vor allem eine größere Anzahl von Spraydosen. Finanziert wurde diese Investition durch eine Spende des Fuhrunternehmers Blank für die Jugendarbeit. „Die Gemeinde hat das keinen Cent gekostet“, so Koch, denn auch das Duo forderte kein Honorar.

Schnell machten sich Roman und Marvin an ihr künstlerisches Werk und ließen ihrer Fantasie freien Lauf. Innerhalb von zwei Tagen waren die beiden Wände besprüht, und mehr als 30 Spraydosen wurden dabei „verbraucht“. Unterstützt wurden sie dabei von zwei Jugendlichen aus der Ortschaft. Begeistert von der gelungenen Arbeit des Duos zeigte sich Koch bei einem Ortstermin.

„Legale Graffiti sind auch an anderen Stellen in der Gemeinde möglich“, sagte Koch in einem Gespräch. Ebenso wie er zeigten sich aber auch Roman und Marvin verärgert über die kürzlich entstandenen illegalen Graffiti in Kirchlinteln.

„Roman würde gern weitere Kunstwerke sprayen“, erläuterte Koch. Interessenten sollten sich mit ihm (Telefon 04238/943331) oder direkt mit Roman (E-Mail: romanmiroschnikov@yahoo. de) in Verbindung setzen.

Bereits im alten Ägypten liegen die Wurzeln der Graffiti. Das Wort selbst wurde aus dem Italienischen übernommen – hergeleitet aus dem Griechischen – und bedeutet laut Duden eine in eine Wand eingekratzte (kultur- und sprachgeschichtlich bedeutsame) Inschrift“. Die heutige Graffiti-Bewegung entstand in New York und verbreitete sich von dort aus bald in der ganzen Welt und ist mittlerweile fester Bestandteil der Jugendkultur. ·

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