Umgestaltung der Kreuzung vorgestellt / Insgesamt fünf Bauabschnitte / „Es ist kompliziert“

Gedanken kreisen um Nordertor

Riesige Baustelle: Die Kreuzung Nordertor wird in fünf Bauabschnitten zum Kreisel umgebaut.

Verden - (wb) · Beim jüngsten Verdener Wirtschaftsgespräch am Dienstagabend wurden im Rathaus die Pläne zur Umgestaltung des Allerufers und zum Kreiselneubau am Nordertor vorgestellt. Rund 60 Unternehmer und Geschäftsinhaber erfuhren, wie künftig die Parkplätze verteilt werden, mit welchen Behinderungen während der Arbeiten an dem Kreisel zu rechnen ist und wo die Umleitungen lang führen sollen.

In den ersten beiden von insgesamt fünf Bauabschnitten sei mit gar keinen Behinderungen zu rechnen, erklärte Maren Quast vom Geschäftsbereich Verden der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zunächst würde nur in den äußeren Bereichen die beiden Bypässe gebaut, die später den aus Richtung Rotenburg kommenden und nach Nienburg fahrenden Verkehr über die Fläche vor dem Friedhof vorbeiführen sollen beziehungsweise den aus Richtung Wall rechts nach Rotenburg abbiegenden Verkehr am Kreisel vorbeilenken. Beide Bauabschnitte sollen etwa zeitgleich erfolgen und nicht länger als vier bis sechs Wochen dauern.

Im dritten und vierten Bauabschnitt kommt es zu Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer, weshalb Umleitungen eingerichtet werden. „Im fünften Bauabschnitt ist dann mit Verkehrsbehinderungen auf der Bundesstraße zu rechnen“, erklärte Quast. Diese seien aber unvermeidbar. Komplett gesperrt wird die Kreuzung nur ein Wochenende, wenn die Straßendecke eingebaut wird.

„Es sieht kompliziert aus, und das ist es auch“, meldete sich Amtsleiter Heiko Gerken zu Wort. Und mit dem Hinweis, dass sich viele Menschen Gedanken darum gemacht haben, versuchte Bürgermeister Lutz Brockmann, die sich zu Wort meldenden Skeptiker zu beruhigen. „Ich denke, darauf können wir bauen.“

Oliver Camin von der Stadtverwaltung erklärte die geplanten Umleitungen. Von der Lindhooper Straße rollt der Verkehr durch die Zollstraße zur Bremer Straße und für den entgegenkommenden Verkehr steht die Hohe Leuchte zur Verfügung, die aber nur von der Bremer Straße bis zur Ludwigstraße Einbahnstraße sein wird. Den vom Finkenberg kommenden Lkw-Verkehr will man über die Autobahn umleiten.

„Im Moment legen sämtliche Versorger sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt ihre Leitungen“, erklärte Camin. Anfang Oktober sollen die Ausschreibungen beginnen, nach dem derzeitigen Terminplan könnte dann Mitte Dezember mit den Arbeiten begonnen werden. Insgesamt sollen die Arbeiten rund fünf Monate dauern. Allerdings gebe es zwei Randbedingungen, auf die niemand Einfluss hat: die Witterung und die Denkmalpflege.

Wirtschaftsförderin Birgit Koröde erläuterte die ersten Schritte zur Umsetzung des Rahmenplans Allerufer und die geplanten Änderungen im Parkplatzbereich. An 100 Dauerparkplätzen im Norden der großen Aller-Brücke wird gerade gearbeitet. Später soll dann noch an der Straße Am Nordertor eine Parkpalette mit 170 Stellplätzen errichtet werden. 210 Parkplätze bleiben am umgestalteten Parkplatz an der Reeperbahn erhalten.

Deutlich wurde die Sorge der Geschäftsinhaber, dass das nicht reiche oder es zu weite Wege werden. Doch Brockmann versprach:. „In der Bilanz werden es eher mehr Parkplätze sein, keinesfalls weniger.“

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