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Ganztag in der Gemeinde Kirchlinteln: Wünsche der Eltern im Fokus

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Von: Reike Raczkowski

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Ein Gebäude.
Wie könnte eine Ganztagsschule in Luttum (Foto) beziehungsweise in Bendingbostel aussehen? Der Planungsprozess hat begonnen. © Raczkowski

Luttum – Eine Ganztagsschule kann ganz unterschiedlich konzipiert sein: Ein „offener“ Ganztag bedeutet, dass eine Betreuung in der Schule an mindestens drei Wochentagen ganztägig möglich – aber nicht verpflichtend ist. In der „voll gebundenen“ Ganztagsschule sind die Schüler an mehr als drei Wochentagen zum ganztägigen Besuch verpflichtet. Und in der „teilweise gebundenen“ Ganztagsschule müssen die Kinder an mindestens zwei Tagen nachmittags teilnehmen.

Aber was bedeutet das konkret? Und was wünschen sich die Kirchlintler Eltern? Wie Bürgermeister Arne Jacobs berichtet, habe nicht nur ein Arbeitskreis viel Vorarbeit geleistet, auch der Schulausschuss habe mittlerweile grünes Licht für eine Elternbefragung gegeben. Im Fokus stünden dabei alle Erziehungsberechtigten in der Gemeinde mit Kindern der Jahrgänge 2016 bis 2022.

Erst Elternabende an beiden Schulen, dann Fragebogen

„Es wird zum Auftakt erst einmal Elternabende geben, zu denen alle genannten Erziehungsberechtigten eingeladen sind. Bei diesen Infoveranstaltungen in hybrider Form in der Lintler-Geest-Schule in Bendingbostel und in der Grundschule Luttum wird zunächst einmal der Fahrplan für das Vorhaben vorgestellt.“ Die unterschiedlichen Schulformen würden an diesen Info-Abenden Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni im Detail erläutert. „Danach wollen wir die Bedarfe und die Stimmungslage ermitteln.“ Nach den Veranstaltungen bekommen die gleichen Eltern, die eingeladen waren, den Fragebogen zugestellt. Der soll klären, wie viele Eltern sich welche Form der Ganztagsschule wünschen, in welchem Teil der Gemeinde diese Eltern leben und an welchen Wochentagen eine Ganztagsbetreuung gewünscht ist. Alles Fragen, deren Antworten eine Rolle bei den weiteren Planungen spielen. „Die Verwaltung wird die Bögen auswerten und der Arbeitskreis die Ergebnisse Ende August besprechen. Am Ende entscheidet der Rat in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis.“

Verfahren steht noch ganz am Anfang

Der Bürgermeister betont, dass man sich noch ganz am Anfang des Weges zur Ganztagsschule befinde. „Viele Schritte sind noch zu tun.“ Denn wenn klar ist, welche Form welche Schule bekommen soll, müsse zunächst einmal ein Raumkonzept erstellt werden. „Als nächster Schritt steht das pädagogische Schulkonzept an, bei dem es dann wirklich um die Inhalte geht, während zeitgleich das Raumkonzept mit seinen baulichen Maßnahmen umgesetzt werden soll.“ Ein langer Weg, aber Jacobs zeigt sich zuversichtlich: „Wichtig ist, dass alle Beteiligten ins Boot geholt werden.“  

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