Etelser Wahrzeichen „Jan Wind“ und Dorfverein zeigen sich beim Deutschen Mühlentag von ihrer besten Seite

„Für so was brauchst du gute Leute“

Heinrich Struckmann war in seinem Element und versorgte die Besucher humorvoll und äußerst kurzweilig mit vielen Informationen über das Müllerhandwerk.

Etelsen - (kno) · „Ich danke wirklich dem lieben Gott dafür, dass sich es das Wetter heute nach den starken Regenfällen am frühen Morgen doch noch anders überlegt hat“, freute sich Willem Wildschut, 1. Vorsitzende des Dorfvereins Etelsen/Cluvenhagen/Hagen-Grinden angesichts des zwar leicht durchwachsenen, aber doch trockenen und warmen Frühsommerwetters am zweiten Pfingsttag, an dem der Dorfverein alljährlich seinen großen Auftritt hat.

Man richtete nämlich in der Etelser Mühle „Jan Wind“ den überregionalen Mühlentag aus und das bedeutete wie jedes Jahr eine Menge Arbeit für zahlreiche Mitglieder des Dorfvereins. Und da der Mühlentag bei „Jan Wind“ in der Region längst einen legendären Ruf besitzt, fanden auch an diesem Pfingstmontag wieder zahlreiche Besucher den Weg in die bekannte Etelser Mühle.

Angesichts des 19. Mühlentages unter der Regie des Dorfvereines hatte man sich erneut mächtig ins Zeug gelegt: frisch gebrühter Kaffee, selbst gebackener Kuchen – in Form zahlreicher leckerer Tortenspenden – sorgten in der kuscheligen Mühlencafeteria sowie im Außenverkauf für Begeisterung bei allen Gästen.

Perfekt schmeckende Bratwürste - gegrillt von Vorstandsmitglied Jürgen Neumann höchstpersönlich – mit noch leckerem Kartoffelsalat und kühle Getränke an der Mühlentheke luden zum längeren Verweilen ein. Voll im Einsatz war wieder der bereits bewährte mobile Backofen des Dorfvereins, der zahlreiche frische Mühlenbrote produzierte, die schnell verkauft wurden. Auch frische Fladenbrote sowie leckeres italienisches Foccacia Brot fanden reißenden Absatz.

Kein Wunder, waren doch gleich drei „angelernte Bäckergesellen“, nämlich Willem Wildschut, Malte von Gierken und Ricardo Costa, eifrig am Werk.

Wie bereits im Vorjahr kamen auch die jungen Besucher kulinarisch voll auf ihre Kosten. Beim leckeren und dazu noch gesunden Bio-Eis vom Hof Clausen aus Intschede war die Begeisterung groß. Großes Interesse fand der Senf-Stand von Horst Wendt aus Thedinghausen. Der Gas- und Wasserinstallateur-Meister mit eigenem Betrieb ist seit fünf Jahren in Sachen Senf engagiert. Auf dem Etelser Mühlentag präsentierte er 19 unterschiedliche Senfsorten zum Probieren, was bei den Gästen sehr gut ankam.

Natürlich konnte man sich die Etelser Mühle im Betrieb auch von innen anschauen. Im unteren Stockwerk mahlte traditionell wie jedes Jahr Mühlenprofi Heinrich Struckmann, assistiert von Kai Homes, Korn wie anno dazumal.

Gewohnt humorvoll, äußerst kurzweilig und gespickt mit interessanten Fachinformationen rund um das Müllerhandwerk fesselte er zu jeder vollen Stunde unzählige Besucher mit seinem Vortrag.

In den beiden oberen Stockwerken der Mühle hatte das großartige Museum „Up`n Böhm“ von Heiner Königsfeld geöffnet. Königsfeld hat wirklich absolut sehenswert über Jahrzehnte hinweg in mühevoller Kleinarbeit akribisch so alles gesammelt und wieder auf Vordermann gebracht, was in der Vergangenheit in der Landwirtschaft und im täglichen Gebrauch verwendet wurde, bevor der große elektronische Fortschritt in die Haushalte Einzug hielt.

Mit vor Ort war auch Elke Labrenz aus Völkersen, die alle interessierten Besucher in die Geheimnisse des Klöppelns einwies.

Der 1. Vorsitzende des Dorfvereines, Willem Wildschut, zog dann auch eine positive Bilanz des Mühlentages: „Das Interesse an der Mühle und unserer Arbeit im Dorfverein ist nach wie vor groß, was mich für die Zukunft weiter sehr optimistisch stimmt. Ganz besonders danke ich den über 20 Mitgliedern des Dorfvereins, die sich hier voll engagieren. Für so was brauchst du gute Leute, sonst wird das nichts.“

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