Joachim Sobotta hört nach zehn Jahren auf / Lob für Begleiter der Fahrschüler

Friedensstifter im Bus geht

Achim - Streitigkeiten und Aggressionen unter Schülern, Mobbing, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Erpressungen herrschten viele Jahre im Schulbus. Rentner Joachim Sobotta bekam das alles weitgehend in den Griff. Nun hört der ehrenamtliche Schulbusbegleiter auf.

„Er hat schwierige Situationen durch seine Art befriedet, die richtigen Worte gegenüber auffälligen Jugendlichen gefunden“, lobt Katja Brammer, Kontaktbeamtin bei der Polizei Achim, den 77-jährigen Oytener. Gestern stand er nach zehnjährigem Einsatz das letzte Mal am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium an den Haltestellen für die Busse.

Nach Berichten von Eltern und Lehrern über schlimme Vorfälle während der Fahrten nach Thedinghausen oder Oyten habe der Achimer Präventionsrat auf Idee ihres Vorgängers Jens Strodthoff solch eine Begleitung befürwortet, erinnerte Brammer gestern. Mit Joachim Sobotta, der als Schulelternsprecher, als Helfer bei der Awo oder in der Jugendherberge auf vielfältige Weise Erfahrungen im Umgang mit jungen Menschen gesammelt hatte, sei schnell der richtige Mann für das von der Stiftung der Kreissparkasse Verden geförderte Projekt gefunden gewesen.

Vom Beginn des Schuljahres 2002/2003 an begleitete er regelmäßig die Fahrschüler. „Energisch, aber auch liebevoll“ sei er mit ihnen umgegangen, verrät Sobotta sein Erfolgsrezept.

Auf seine Initiative hin wurden auch die Haltestellen hinter der Bahnstrecke eingerichtet und Lehrer dort als Aufsichten gewonnen. „Der Engpass am Wendeplatz vor dem Gymnasium ist damit entzerrt worden“, lobt Brammer.

Bei seiner Arbeit, die ihm Spaß gemacht habe, hätten ihn das „Cato“, die Polizei, die Stadt und die umliegenden Gemeinden sowie die Weser-Ems-Bus-Gesellschaft gut unterstützt, bedankte sich Sobotta gestern. Das Projekt ist damit vorerst beendet. · mm

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