Einzelheiten zur Personalmisere

Freibad schlägt weiter Wellen

Getrübte Badefreude in Achim.

Achim - Von Manfred Brodt· Das Achimer Freibad schlägt in diesem Jahr Wellen, nicht wegen der vielen schwimmenden und springenden Badegäste, sondern weil es aus Personalmangel trotz der Rekordhitze kein Flutlichtschwimmen mehr anbieten kann.

(Siehe Kreisblatt-Bericht „Flutlichter im Freibad bleiben ausgeknipst“ vom 24. Juli). Ein „qualifizierter Bewerber“ hat sich anschließend beim Achimer Kreisblatt beschwert, er werde trotz des Personalmangels nicht eingestellt.

Die Turbulenzen haben jetzt auch Rüdiger Dürr, Vorsitzender der Achimer CDU und des Kulturausschusses, auf den Plan gerufen. In einer Anfrage an Bürgermeister Kellner verlangt er Aufklärung und fragt unter anderem: „Kann es möglich sein, dass das Verwaltungspersonal überfordert ist, mit seinem Fachbereich gut organisiert umzugehen? Zumal es ja nicht das erste Mal ist. Ich erinnere hier auch an die Aktion Frühschwimmen, bei der dem Ausschuss nach meiner Auffassung falsche Zahlen mitgeteilt wurden.“ Dürr will dem Kulturausschuss und dem Rat nicht den Schwarzen Peter für die Misere zuschieben lassen.

Nach Recherchen des Achimer Kreisblatts stellt sich die Misere im einzelnen wie folgt dar:

Eine festangestelle Kraft, zwei Saisonkräfte und zwei Auszubildende stehen im Prinzip für den Betrieb im Freibad zur Verfügung. Das sind 1,5 Kräfte weniger als 2009, weil nach dem Willen des Rates und der Verwaltungsleitung auch in diesem Bereich gespart werden soll. Zusätzlich gibt es die Anweisung, Überstunden zu vermeiden. Einige der Badekräfte für Frei- und Hallenbad sind im Hochsommer zudem in Urlaub gegangen. Als dann der Sommer wochenlang mit Temperaturen über 30 Grad aufwartete, trudelte auch noch die Kündigung einer Saisonkraft, allerdings erst zum 1. August, ein. Und als dann bei der dünnen Personaldecke das Flutlichtbaden nicht mehr angeboten werden konnte, war auch der Abteilungsleiter im Rathaus, der das hätte regeln können und müssen, im Urlaub mit seiner Familie.

Die Bewerbung eines Schwimmmeisters und Fachangestellten für Bäderbetrieb, der schon einmal im Achimer Freibad beschäftigt war, ist nach unseren Informationen von der Stadt abgelehnt worden, weil sie den Achimer für ungeeignet für diese Aufgabe hält. Eine nähere Begründung dafür gibt es gegenüber der Presse nicht, da Personalangelegenheiten vertraulich zu behandeln sind.

Ansonsten ist der Personalmarkt hier leer gefegt.

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