Beratungsstelle nennt finanzielle Hilfen

Frauen öfter von Armut betroffen

Inge Dotschkis-Hillejan zeigt Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung auf.

Verden - (ahk) · Auch wenn Deutschland zu den reichen Ländern dieser Erde zählt, müssen viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben und landen so schnell im gesellschaftlichen Abseits. Besonders betroffen sind nach wie vor Frauen und Kinder. Obwohl die Frauen mittlerweile besser ausgebildet sind als jemals zuvor, gilt immer noch der Satz „Armut ist weiblich“.

Frauen arbeiten oft im Niedriglohnsektor oder in Teilzeit, und gerade alleinerziehende Frauen können wegen unzureichender Rahmenbedingungen meist nur eingeschränkt einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Der Deutsche Frauenrat und die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros wollen daher bis zum 15. Dezember mit den Aktionswochen „Arm in einem reichen Land“ auf die besondere Armutsgefährdung von Frauen und Kindern aufmerksam machen.

In diesem Zusammenhang möchte Inge Dotschkis-Hillejan von der Frauenberatungsstelle Verden auf einige Stiftungen hinweisen, die ein wenig finanzielle Unterstützung geben, wo gesetzliche Regelungen keine wirksame Hilfe bieten können. So gibt es die vom Land Niedersachsen gegründete Stiftung Familie in Not. Die Stiftung hilft Menschen, die auf Grund unvorhergesehener Ereignisse in finanzielle Not geraten sind. Dies können zum Beispiel Krankheit, Schwangerschaft, Arbeitslosigkeit oder Trennung vom Partner sein. Ebenfalls zur Stiftung Familie in Not gehört der Sonderfonds „DabeiSein!“ Alle zwei Jahre können 100 Euro pro Kind als Zuschuss für Klassenfahrten, Nachhilfe Sport- oder Musikkurse beantragt werden.

Die Bundesstiftung Mutter und Kind hilft schwangeren Frauen und stellt bei finanzieller Not Mittel, zum Beispiel für die Erstausstattung, die Wohnung oder die Betreuung des Kindes, zur Verfügung. Der Antrag muss aber bereits vor der Geburt des Kindes gestellt werden.

Vom Landkreis Verden wird eine Stiftung verwaltet, die in Ausnahmefällen bei gesundheitlicher Belastung die Kosten für die Empfängnisverhütung übernimmt.

„Diese Stiftungen sind für die Betroffenen sicher erst einmal eine Hilfe, aber auf Dauer keine Lösung. Sie können langfristig fehlende staatliche Regelungen nicht ersetzen“, macht Inge Dotschkis-Hillejan deutlich. „Armut darf nicht zementiert werden, es ist die Aufgabe der politisch Verantwortlichen, eine sichere Existenz aller Bürger zu ermöglichen.“

Die Anträge an die Stiftungen können in der Frauenberatungsstelle gestellt und abgegeben werden. Hier gibt es auch weitere Informationen, beispielsweise welche Voraussetzungen vorliegen müssen, um Unterstützung zu bekommen. Frauenberatungsstelle Verden, Grüne Straße 31, 27283 Verden, Telefon 04231/85120, E-Mail frauenberatung-verden@t-online.de, http://www.frauenberatung-verden.de.

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