Brian Parrish tritt in Worpswede auf

Fetziger Rock in der Music Hall

Für das Konzert in der Music Hall hat Parrish ein besonderes Programm zusammengestellt.

WORPSWEDE (kr) · Mit gutem Rock ist es wie mit gutem Wein. Er wird mit den Jahren immer besser. Das trifft auch auf die britische Rock-Legende Brian Parrish zu, der vor rund dreieinhalb Jahren der Liebe wegen von London ins Teufelsmoor gezogen ist.

Nach einem guten, musikalischen Start in Deutschland schaffte es der Rockstar, an seine Erfolge anzuknüpfen. Er gründete eine neue Band und installierte zunächst in Adolphsdorf, jetzt in einem Reetdachhaus in Worpswede ein professionelles Tonstudio, wo er eine CD nach der anderen aufnahm. Außerdem heiratete er seine Jugendliebe Angela Keller und wurde mehr und mehr eine feste Größe in der deutschen Musikszene.

Die neu aufgelegte Kultsendung „Beatclub“ von Bremen 1 spielt jeden Sonnabend zur besten Sendezeit seine Songs rauf und runter. Hört man eine Parrish-Scheibe aus den 70ern und vergleicht sie mit einer neuen Aufnahme, so wird deutlich, dass seine Stimme gereifter noch besser klingt, als zu jener Zeit.

Fans können sich am Sonnabend, 23. Januar, ab 20 Uhr, in der Worpsweder Music Hall davon überzeugen, dass nicht nur seine Stimme noch besser geworden ist, auch seine selbst geschriebenen Songs haben mehr Tiefe. Mit einer beeindruckenden Bühnenshow, bei der er die Gitarre keinen Moment aus der Hand gibt, legt Parrish sich sowohl als Sänger als auch als Instrumentalist ordentlich ins Zeug.

Parrish ist nicht nur auf der Bühne ein gefragter Mann. Als Songwriter schreibt er Stücke für bekannte Künstler wie Ozzy Osborne. In seinem Studio entstehen Arrangements, die seine unverwechselbare Handschrift tragen und dem heutigen Zeitgeist der Rockmusik entsprechen.

Dennoch erinnern sie immer auch ein wenig an die wilden Siebziger. Damals gehörten Tony Kaye, Roy Dyke und Paul Gurvitz zu Parrishs Mitstreitern. Mit ihnen nahm er im Abbey Road Studio in London einen Song nach dem anderen auf.

Der junge Brian hing als Poster bei vielen Fans im Zimmer. Neben Paul Mc- Cartney galt er als der Schwarm aller Mädchen. Seinerzeit spielte Parrish mit seiner Band ebenso wie die Beatles auf der Reeperbahn. Ähnlich wie bei George Harrison war sein Auftritt illegal, weil er damals erst 17 Jahre alt war.

Wenn er davon erzählt, wie an einem Abend mitten im Konzert die Bühne in Flammen stand, weil ein Kurzschluss die Elektrik lahm gelegt hatte, amüsiert er sich nachträglich. Fans hatten das Feuer für einen Teil der Bühnenshow gehalten und waren begeistert. Parrish und seine Band ließen sich nichts anmerken und spielten weiter, während das Feuer gelöscht wurde.

Das Publikum ist heute etwas ruhiger geworden. Hysterie ist nicht mehr angesagt, aber Begeisterungsstürme sind immer noch drin, wenn Brian so richtig in Form ist. Dabei hat er auch leise und romantische Seiten. Manchmal kommen langsame, gefühlvolle Songs zu Gehör, die den Rockmusiker von einer intellektuellen, nachdenklichen Seite zeigen. „In der Rockmusik ist nahezu alles möglich. Die wenigstens lassen sich in eine Schublade stecken. Bedient man Jahre – ja Jahrzehnte lang ein gleiches Genre, so bleibt dennoch viel Spielraum, sich auf anderen Gebieten auszuprobieren“, erzählt Parrish.

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