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Weserfestspiele der Landeskirche vermitteln in Verden musikalische Vielfalt

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Von: Antje Haubrock-Kriedel

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Eine Frau hält ein Schild an eine Hauswand
Chorsängerin Jennifer Hill hält das Signet schon einmal probeweise an die Wand. © Haubrock-Kriedel, Antje

Die Landeskirche Hannovers hat die Weserfestspiele aus der Taufe gehoben, um mehr Menschen für die Vielfalt der Kirchenmusik zu begeistern. Das Festival findet vom 14. Mai bis zum 6. Juni statt. Geplant sind rund 100 kirchenmusikalische Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Art zwischen Hannoversch Münden und Bremerhaven. Auch der Verdener Dom und das Domgymnasium gehören zu den Veranstaltungsorten. Hier war der Kirchenmusikdirektor der Landeskirche Hannovers, Hans-Joachim Rolf, am Mittwoch zu Gast, um ein Signet zu überreichen, das die Orte als Festspielorte auszeichnet.

Verden – Am Domgymnasium wurde er von Musiklehrerin Vanessa Galli und dem Kammerchor mit einem Ständchen empfangen. „Die Idee für die Weserfestspiele liegt schon vier bis fünf Jahre zurück“, sagte Rolf im anschließenden Pressegespräch. Die Premiere war eigentlich bereits für 2020 geplant, doch wegen Corona wurde daraus nichts. „Das Festival ist von der Basis gedacht. Wir möchten alles einbeziehen, was an Kultur an den verschiedenen Orten bereits vorhanden ist, wie zum Beispiel Schulen, Kirchen und Kulturträger. Wir möchten auf diese Weise Menschen an die Kirchenmusik heranführen, die wir sonst nicht erreichen. Daher die verschiedenen Formate und Orte“, erläuterte Rolf.

Der Auftakt der Veranstaltungsreihe in der Region Verden findet am 13. Mai im Domgymnasium statt. Der Kammerchor des Domgymnasiums und das Spitzenensemble für alte Musik „Capella de la Torre“ laden unter dem Titel „Faszination Renaissance“ zu einem interdisziplinären Abend mit Musik, Präsentationen und Experimenten aus den Fächern Religion, Kunst, Geschichte sowie der Astronomie-AG und der AG für Veranstaltungstechnik ein. Auch zum Mitmachen für die Gäste ist einiges dabei.

Teilnehmer treffen sich an Pfingsten im Kloster

„Dieses Schulprojekt findet auch an den Gymnasien in Leer und Celle statt. Das Thema Renaissance sollte nicht nur im Chor, sondern in verschiedenen Bereichen vermittelt werden, auch wenn es nicht im Curriculum vorgesehen ist“, erklärte Galli. Zum Abschluss des Projektes treffen sich die drei teilnehmenden Gymnasien und „Capella de la Torre“ am Pfingstwochenende zum gemeinsamen Musizieren im Kloster Loccum. „Wir freuen uns riesig, dass wir mitmachen dürfen, das ist ein tolles Projekt“, so Vanessa Galli begeistert.

Für den Verdener Dom sind ebenfalls eine Reihe interessanter Veranstaltungen geplant. Im Domgemeindezentrum gibt es am 14. und 15. Mai ein Chorevent für Singbegeisterte und Neugierige. Der Domchor unter der Leitung von Tillman Benfer lädt zum gemeinsamen Singen der Bachkantate „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ ein. Im Anschluss an das Singen am Sonntag, 15. Mai, folgt ein Kantatengottesdienst mit dem Domchor.

Entdeckernachmittag mit einem Familienkonzert

Am 26. Mai (Himmelfahrt) stehen im Dom ein Entdeckernachmittag mit einem Familienkonzert zum 200. Geburtstag von César Franck und eine Orgelnacht auf dem Programm. Unter anderem wird eine Mini-Orgel gebaut und es gibt moderierte Konzerte an den vier Domorgeln.

Einen weiteren Höhepunkt im Verdener Dom gibt es am 29. Mai. Der Domchor Verden, die Kantorei St. Martin Nienburg, die Camerata Vocale Göttingen führen unter der Leitung von Tillmann Benfer das Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. „Alle(r)singen“ heißt es am 4. Juni im Innenhof des Doms beim Gospelworkshop zum Mitsingen mit Micha Keding.

Die Vielfalt der Weserfestspiele zeigt sich noch einmal am 5. Juni, dem Pfingstsonntag. In den drei Kirchen Dom. St. Johannis und St. Andreas findet das Jazzfest statt. Mit dabei ist auch die Bigband des Domgymnasiums. „Wir hoffen, nun dass die Pandemielage es erlaubt, dass wir alle Veranstaltungen wie geplant durchführen können, doch ich bin guter Dinge“, gab sich Hans-Joachim Rolf zuversichtlich.  

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