GDS präsentierte abwechslungsreichen und informativen „Talk am Kamin“ mit Meredith und Markus Beerbaum

Fast Präsidentin der USA geworden

Nachdem sie „aufgetaut“ waren, fühlten sich Markus Beerbaum und Meredith Michaels-Beerbaum beim Talk am Kamin der GDS sichtlich wohl. Moderator Stefan Krawczyk (re.) entlockte dem Paar einige kleine Geheimnisse.

Thedinghausen - INTSCHEDE/SAMTGEMEINDE (ha) · Talk am Kamin: Zu dieser schon zur Tradition gewordenen Talkrunde lädt die Gemeinschaft der Selbstständigen der Samtgemeinde Thedinghausen (GDS) jährlich einmal Prominenz aus Sport, Politik oder Wirtschaft aufs Podium. Diesmal waren Meredith Micheals-Beerbaum und Ehemann Markus in der Browiede in Intschede vor rund 50 Mitgliedern der GDS zu Gast.

Als Moderator des Abends versuchte der Verdener Zahnarzt Stefan Krawczyk dem erfolgreichen Reiterehepaar Details aus seinem Reiter- und Privatleben zu entlocken, was auch sehr nach dem Geschmack der anwesenden Runde gelang. Krawczyk ist als erfolgreicher Sprecher und Moderator seit 25 Jahren auf vielen bedeutenden Turnierplätzen im In- und Ausland bekannt und ein Kenner der Szene.

GDS-Vorsitzender Martin Thöle begrüßte das Ehepaar aus Holtorf und übergab dann an Krawczyk. Dieser stellte in souveräner Manier die Fragen. Nach anfänglicher Nervosität taute das Reiterpaar Beerbaum immer mehr auf und erzählte aus seiner erfolgreichen Karriere. Zudem gab es Einblicke ins Privatleben, das momentan sehr stark von Töchterchen Brianne-Victoria (zehn Monate) bestimmt wird. Die Gäste erfuhren unter anderem, dass Meredith eine sehr gute Köchin ist und dass es zwischen den beiden 1992 in München auf einem Turnier gefunkt hat.

„Wir möchten nicht nur gute Reiter sein, sondern auch gute Eltern“, sagte die 1,62 Meter große Amazone. Es gab vieles weiteres Wissenswertes. Dass Meredith von einem Erfolg zum anderen reitet, wie am letzten Wochenende bei den Stuttgart Classics, hat nicht nur mit den sehr guten Pferden zu tun, sondern auch damit, dass sich das Reiterpaar prima in seiner Arbeit ergänzt. Wirtschaftlich steht der Betrieb auf vier Standbeinen: Preisgeld, Ausbildung und Verkauf junger Pferde, Ausbildung von Reitern und ohne Sponsoren kann dieses Niveau natürlich nicht gehalten werden kann. „Ich bin stolz, dass es in Holtorf so gut läuft. Das geht nur als Team“, erzählte Markus.

Während Meredith von den Anfängen ihrer Karriere in Amerika berichtete – ihr Vater, ein Regisseur, ihre Mutter, eine Schauspielerin und ihr Stiefvater waren die größten Unterstützer, klingelt ihr Handy. „Upps“, kurzes Gelächter, welches noch größer wurde, als sie auf ein Kinderfoto im Ballettkleid angesprochen wurde. „Da sah ich aus wie Arnold Schwarzenegger im Röckchen.“ Auch die Erinnerung, dass sie nach der Schule einmal Politik studieren wollte, um Präsidentin der USA zu werden, wurde von den Zuhörern schmunzelnd registriert.

Der Einstieg von Markus in den Reitsport begann relativ spät. Erst als die Erfolge beim Fußball ausblieben, eiferte er seinem großen Bruder Ludger nach und stieg in den Sattel.

Schon 1997 gründete das Ehepaar Beerbaum eine Firma und übernahm ein Jahr später den Reiterhof in Holtorf vom verstorbenen Gerd Wildfang. „Hier fühlen wir uns wohl, haben optimale Bedingungen um den Beruf auszuüben und an den wenigen Tage, die nicht von Turnierstress geprägt sind, kann man in Holtorf prima entspannen.“ Nachdenkliche und vorausschauende Töne rundeten diesen Part ab: „Weil wir eben so oft unterwegs sind, bleibt auch nicht viel Zeit, sich mehr in Thedinghausen zu integrieren. Das wird vielleicht ein wenig anders durch unsere Tochter Brianne.“ Meredith fragte jedenfalls in die Runde, wo es in Thedinghausen Gruppen mit etwa gleichaltrigen Kindern gibt. Da konnte natürlich geholfen werden.

Stefan Krawczyk erinnerte an das Umsatteln von Shutterfly bei der WM in Aachen oder an die schwere Verletzung (offener Schienen- und Wadenbeinbruch) von Meredith nach einem Sturz. „Diese Verletzung hat aus mir eine andere Sportlerin gemacht. Zu wissen, was es bedeutet, neu wieder Laufen zu lernen – mit allen Höhen und Tiefen – dadurch glaube ich auch, die Pferde besser verstehen zu können.“

Wie im Fluge vergingen die 90 Minuten. „Es war ein wunderschöner Abend“, resümierte Martin Thöle und sprach damit auch den anderen Gästen aus dem Herzen. Zum Abschluss lud die GDS noch zu einer Suppe ein und das Ehepaar Beerbaum gesellte sich unter die Anwesenden. Eine Tombola, in der zahlreiche Karten für renommierte Reitsportveranstaltungen in der Region zu gewinnen waren, rundete den gelungenen Abend ab.

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