560-Seiten-Werk zu 1000 Jahren Ortsgeschichte fertig / 13 Autoren, reich bebildert

Fast alles über Baden: „Das wird es nie wieder geben“

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Harald Nienaber vom Verdener Verlag „Haus der Werbung“ (Zweiter von links) präsentierte gestern ein innen noch unbedrucktes Exemplar des 560-Seiten-Werks über 1000 Jahre Baden. Neben ihm (im Hintergrund) Manfred Huhs, Vorsitzender der AG Badener Vereine, und Geschichtswerkstatt-Vorsitzender Karlheinz Gerhold. Außerdem im Bild: Einige Buchautoren und andere am Gelingen des Projekts Beteiligte, von links: Marlies Migowsky, Werner Esdohr, Heinz Kuhlmann, Helmut Maack, Thomas Prieser.

Baden - Mehr über Baden sei kaum möglich, und so ein Buch werde es auch wohl nie wieder geben, meinte Karlheinz Gerhold gestern nicht ohne Stolz. Interessierte sollten bald zugreifen, da es in einer Auflage von nur 750 Exemplaren gedruckt wird.

Gemeint ist das 560 Seiten starke, farbig bebilderte Werk „Als Baden noch Botegun hieß“. Gerhold stellte es als Geschichtswerkstatt-Vorsitzender und Leiter der Arbeitsgruppe „1000 Jahre Baden“ zusammen mit anderen am Zustandekommen Beteiligten im Restaurant „Weserterrassen am Badener Berg“ erstmals der Presse vor.

13 fach- und ortskundige Autorinnen und Autoren schreiben im Buch über Abschnitte der Ortshistorie, Firmen-, Schul-, Kirchen- Bahnhofsgeschichte und mehr. Baden zur Zeit der allerersten Ansiedlungen kommt ebenso vor wie der Ort im Mittelalter, während der Nazi- und Nachkriegszeit sowie Baden heute.

Vereine steuerten weitere Kurzbeiträge und Aufnahmen bei . Fertig gedruckt ist das im Verdener Verlag „Haus der Werbung“ erscheinende Werk erst heute – rechtzeitig zu der um 18 Uhr beginnenden Festveranstaltung mit 200 geladenen Gästen in der Grundschulaula. Dort wird die 1000-Jahr-Feier Badens offiziell eröffnet.

Steinzeit, Mittelalter,

Mic Mac, Gegenwart

Ab Montag, 4. März, ist das Buch auch im Achimer Buchhandel sowie bei Schreibwaren Mildner und Edeka-Behrens in Baden erhältlich. Der Preis von 39,95 Euro war nur machbar, weil rund 30 Sponsoren aus der örtlichen Wirtschaft das Vorhaben unterstützten. Darauf wies gestern Manfred Huhs als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine dankbar hin.

Für die Bebilderung mit teils nie zuvor veröffentlichten Aufnahmen waren Werner Esdohr und Marlies Migowsky zuständig. Den Löwenanteil der Beiträge im Kapitel „Die Badener Geschichte im Laufe der Jahrhunderte“ steuerte Lokalgeschichtsforscher Heinz Kuhlmann bei. Er stellt die Entwicklung des Ortes seit dem 16. Jahrhundert, zur Preußenzeit und bis zum Kriegsende 1945 dar.

Reinhard Dietrich aus Bollen behandelt „die politische Geschichte Badens von der Weimarer Republik bis zu Nachkriegszeit“. Gerhold widmet sich zum Beispiel dem Winterhilfswerk und der Stunde Null in Baden. Manfred Brodt, in Baden wohnender, langjähriger Redaktionsleiter des „Achimer Kreisblatt“, verfasste unter anderem die Beiträge „1972: die Hochzeit drohte zu platzen!“ und „Baden: Im 1000. Jahr höchst vital“.

Kreisarchäologin Dr. Jutta Precht schreibt über Baden „von der Steinzeit bis ins Mittelalter“. Der Frühgeschichte sowie der „ältesten Urkunde“ über Baden gehen mit Professor Dr. Dr. Bernd Ulrich Hucker aus Vechta und Professor Dr. Jürgen Udolph zwei renommierte Geschichts-Wissenschaftler nach.

Persönliche Schilderungen Johann Graus sind ebenso dabei wie Thomas Priesers „Erinnerungen an meine Kindheit im Baden der 50er Jahre“. Karlheinz Hildebrand schreibt über „Die Hünenburg“, Reinhard Dietrich auch über „Ausflugsfahrten mit Dampfschiffen nach Baden“. Die frühere Disco „Mic Mac“ sowie das einstige Kino kommen ebenfalls zu Ehren.

Diese Themenliste ist längst nicht vollständig. 18-mal traf sich laut Gerhold seit Januar 2012 die Geschichtswerkstatt-AG „1000 Jahre Baden“ im Achimer Haus Clüver, um die Buchveröffentlichung vorzubereiten.

Sie war anfangs auf 250 Seiten angelegt. Nun sind es auch durch Einbeziehen eines Hofstellenverzeichnisses mehr als doppelt so viele geworden. Aber es sei eben wirklich ein einmaliges Projekt, so Gerhold: „Wir haben jetzt zum 1000. Ortsgeburtstag die große Gelegenheit beim Schopfe gepackt“. · la

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