Rosana Camargo-Blaschke zeigt ihre Werke im Müllerhaus Brunsbrock / Seit der Kindheit Liebe zur Malerei

Farbenprächtig und voller Fantasie

Eindrucksvolle Werke: Rosana Camargo-Blaschke mit Sohn Caio vor ihren Bildern.

Brunsbrock - (rö) · Faszinierende Bilder zeigt die zweite Ausstellung von Rosana Camargo-Blaschke im Müllerhaus Brunsbrock. Eindrücke, die die jetzt in Kreepen wohnende Künstlerin auch in ihrer brasilianischen Heimat gesammelt hat. Noch bis zum 27. Juni können die farbenprächtigen Bilder zu den Öffnungszeiten des Müllerhauses, jeweils sonntags, von 14.30 bis 17 Uhr, bewundert werden.

Ihr Markenzeichen sind die geometrischen Formen, die in den großen Bildern sichtbar werden. Aber ihre weiche Seite zeigt Rosana Camargo-Blaschke, wenn sie runde Formen malt. Zurzeit ist sie auf Pferde spezialisiert, malt zudem Fachwerkhäuser oder Landschaften, bei der sie auch Eindrücke ihrer neuen Heimat verarbeitet.

Bereits als Kind hatte die Künstlerin Lust zum Malen, aber keine Farbe. Sie lebte in einem kleinen Dorf in Brasilien, und da gab es so etwas nicht. Dieses Problem löste sie anderweitig: Sie fand ihre Malutensilien in der Natur; sie nahm einfach Kohle oder gefärbte Steine. Pigmente von Blumen oder Blättern oder gemahlene Steine ergaben für sie Farben.

Die Alufolie aus den Milchdosen war die Lieblingsunterlage. Darauf hat die Autodidaktin mit Kuli gemalt. In der Schule haben ihre Lehrer sie bewundert und gesagt, sie könne gut malen und hat dafür auch Preise bekommen. Ihr künstlerisches Talent zeigte Rosana auch beim Modellieren: In Brasilien gibt es Hügel, in denen Naturton lagert. Dort hat sie ihren ersten Männerkopf modelliert und ihre Lehrerin war begeistert.

Das erste Bild hat die junge Frau dann 1997 verkauft, damals noch in Brasilien. Es zeigte die Silhouette einer nackten Frau und war für eine Boutique gedacht. Bereits zu diesem Zeitpunkt war sie mit ihrem damaligen Freund und späteren Ehemann, dem Kreepener Gerd Blaschke, regelmäßig zu Besuch in Kreepen. Von 2001 bis 2004 lebte Rosana mit ihrem Mann und den beiden Kindern Pablo und Isabella in Schweden.

Dort hätte sie gern Industriedesign studiert, doch fehlten ihr dafür die sprachlichen Voraussetzungen. Sie nutzte die Möglichkeit und belegte über ein Jahr einen Vorbereitungskurs in Kunst. Danach hat sie noch ein halbes Jahr lang einen Keramikkurs angehängt, und dann musste sie schon wieder zurück nach Hause.

In Schweden hatte sie gemeinsam mit anderen Teilnehmern des Kurses eine Ausstellung. Dort sollten sie sich den Irakkrieg thematisieren. Dieses Bild, das sie damals malte, war ebenfalls in der Ausstellung aufgehängt. In einer schwedischen Zeitung wurde dieses Bild dann mit Picassos „Guernica“ verglichen.

Nach einer Schaffenspause von zwei Jahren wegen Hausbau und Geburt des dritten Kindes Caio lebt sie seit einigen Jahren wieder ihre künstlerischen Leidenschaft mit viel Fantasie aus, sofern es ihre Zeit als Hausfrau und Mutter von drei Kindern sowie einer Stieftochter erlaubt.

Ihre Bilder sind auch bei „Kunst-Kultur-Kirchlinteln“ vom 20. bis 22. August zu sehen: Rosana Camargo-Blaschke wird im Rahmen dieser Kulturtage in Kreepen in ihrer Scheune ihre Bilder ausstellen.

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