Ortsrat Otterstedt befürwortet Bauleitplanung für Wohnprojekt in Eckstever

„familie anders“ willkommen

Otterstedt - Auf der Suche nach neuen, generationenübergreifenden Wohn- und Lebensformen für Menschen unterschiedlichen Alters unter einem Dach plant Barbara Rafii mit einem Trägerverein auf dem Grundstück von Anne Benjes in Eckstever das Wohnprojekt „familie anders“.

Dafür sind Um- und Ausbauten der alten Hofstelle notwendig. Weil aber das Areal im planungsrechtlichen Außenbereich liegt, müsste die Gemeinde Ottersberg für das Projekt den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan aufstellen. Der Wille dazu scheint vorhanden.

In der jüngsten Sitzung des Ortsrates Otterstedt am Mittwochabend im „Haus am See“ stellten Anne Benjes und Barbara Rafii den Ortspolitikern das Wohnprojekt „familie anders“ vor. „Ich habe ein großes Grundstück und ein großes Haus und wollte es eigentlich verkaufen. Dann begegnete ich den Leuten mit ihrer Wohnprojektidee und war beeindruckt“, schilderte Anne Benjes. „Die Wohnprojekt-Initiative haben wir vor über einem Jahr ins Leben gerufen. Sie besteht aus zwölf Personen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Berufen und Familienständen, die in eigenen Wohneinheiten auf dem Grundstück wohnen wollen. Zwei Wohnungen sind für Ältere, 65 und 70 Jahre alt, vorgesehen. Die zwölf Personen wollen miteinander leben und sich gegenseitig helfen. Wir überlegen auch, ein Café einzurichten, um etwas für das Dorf zu tun. Ein Trägerverein für das Projekt müsste noch gegründet werden“, erläuterte Barbara Rafii.

„Das Projekt ist interessant. Es ist ein Weg, sich zu helfen, wenn Menschen älter werden. Grundsätzlich bin ich dafür. Aber wir müssen es planerisch hinbekommen“, sagte Helmut Prossner (SPD) – und gab damit auch die Meinung des Ortsrates wieder. Der Ortsrat beauftragte die Gemeindeverwaltung, notwendige Auskünfte für eine Bauleitplanung einzuholen. Wenn mehr und genauere Details vorliegen, will sich der Ortsrat wieder mit dem Projekt beschäftigen. In diesem Zusammenhang regte Ortsbürgermeister Harm Bartels an, „daran zu denken, Altgebäudesubstanz zu nutzen, wenn es denn geht.“

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Ortsrat einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplanes Driftweg. Die Gemeinde will am Driftweg zwischen Feldstraße und Otterstedter See eine Fläche erwerben und darauf Bauland schaffen mit bis zu fünf Bauplätzen. „Wenn alles gut geht, kann die Planung im Februar 2014 umgesetzt sein“, sagte Bauamtsleiter Ralf Schack.

27 Urnenplätze für

Gemeindefriedhof

Auch sprach sich der Ortsrat dafür aus, auf dem Otterstedter Gemeindefriedhof eine Urnengemeinschaftsanlage zur halbanonymen Bestattung anzulegen. Damit können alle Otterstedter auch in ihrem Dorf beerdigt werden. „In den vergangenen Jahren wurde danach immer wieder gefragt. Aber wer sich halbanonym beerdigen lassen wollte, musste nach Ottersberg. Uns tut es leid, dass wir nicht eher dazu gekommen sind“, erklärte Ortsbürgermeister Bartels. Mit der neuen Urnengemeinschaftsanlage sollen in Otterstedt 27 Urnenplätze geschaffen werden. Für Anlage und Bepflanzung will die Gemeinde rund 8500 Euro investieren.

Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Horst Hofmann im Ortsrat, der Breitbandausbau für schnelles Internet in Otterstedt schreite voran. Der Ausbau von der Ortsmitte nach Norden werde dieses Jahr abgeschlossen werden können. In der Mühlenstraße zum Beispiel bummeln die Bits derzeit noch durch die Leitung. In Benkel, Narthauen oder sogar am Otterstedter See surfen Nutzer im Internet dagegen mehr als 30-mal schneller durchs Netz, was ruckelfreien Fernsehempfang über das Internet bedeutet. · woe

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