RWE-Dea will Gas-Förderung steigern / „Fracs ungefährlich für Grundwasser“

Vor Exploration in Daverden

Sven Burmester. ·

Langwedel - HOLTEBÜTTEL · Für das kommende Jahr plant die RWE-Dea eine Exploration in Daverden. Das verriet Sven Burmester, Leiter des Erdgasförderbetriebs Niedersachsen, am Donnerstag bei einer Informationsveranstaltung im Hause.

Der genaue Standort für die Probebohrungen stehe noch nicht fest, sagte Burmester auf Nachfrage. Aber seismische Messungen deuteten auf größere Gasvorkommen im Raum Daverden hin.

„Mit RWE-Dea im Dialog“, hieß es mal wieder, und der Langwedeler Bürgermeister, Ratsmitglieder, Vertreter der Feuerwehren, von Vereinen, Verbänden, aus öffentlichen Einrichtungen, Handel und Gewerbe in der Region sowie Anwohner des Förderbetriebs an der Schülinger Straße waren dieser Einladung gefolgt. Vor einem schmackhaften Imbiss bekamen die Gäste drei Vorträge geboten.

Die Gasförderung in Deutschland sei leicht rückläufig, dafür steigere RWE-Dea die Ausbeute in Norwegen, England und Ägypten, wo aufgrund der politischen Unruhen im Winter Mitarbeiter kurzzeitig hätten ausgeflogen werden müssen, informierte Hugo Frik, Produktionschef für Europa. 2012 werde der Konzern erstmals über eine Milliarde Euro in die Gas- und Ölförderung stecken.

2,5 Milliarden Kubikmeter Gas – das seien 20 Prozent der deutschen Produktion – gewinne der Förderbetrieb Niedersachsen pro Jahr dem Erdreich ab, und damit werde von Holtebüttel aus „ein wichtiger Teil der inländischen Energieversorgung“ geleistet, verdeutlichte Sven Burmester. Die „jüngste Neubohrung“ sei an der A 27 nahe der Raststätte Langwedel erfolgt, im August solle dort mit der Förderung begonnen werden. Für März 2012 sei dann eine Exploration bei Grasdorf vorgesehen.

Ingenieur Stephan Reitler sprach das Reizthema „Hydraulic Fracturing“ an. Die mit hohem Druck in Vier-Zoll-Rohren in rund 5 000 Meter Tiefe gepumpten „Fracs“ dienten dazu, hartnäckiges Speichergestein für Erdgas aufzubrechen. Die „Breaker“ seien zu 95 Prozent mit Wasser gefüllt, der Rest enthalte „ungiftige“ Zusatzstoffe wie Gele. „Das Grundwasser ist durch mächtige Gesteinsschichten dazwischen geschützt“, versicherte Reitler. · mm

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