Wümme-Aller-Werkstätten der Lebenshilfe Rotenburg-Verden in Dauelsen um ein Drittel vergrößert

Erweiterungsbau soll die Enge beenden

Dauelsen - Es ist geschafft: Der Erweiterungsbau der Wümme-Aller-Werkstätten der Lebenshilfe in Verden-Dauelsen konnte jetzt abgenommen werden. Noch wenige Wochen, dann werden die geräumigen Hallen und das riesige neue Lager von geschäftigem Leben erfüllt sein. 1126 Quadratmeter neue Nutzfläche sind entstanden. Das bedeutet, dass die Werkstätten um fast ein Drittel gewachsen sind.

Gut gelaunt besichtigten Jutta Jänsch-Brandt, Leiterin des Bereichs Arbeit der Lebenshilfe Rotenburg-Verden, Gerhard Schröder, Leiter der Produktionstechnik, Gruppenleiter Ulf Spaltofski und Joachim Kiesel vom Werkstattrat der Beschäftigten gemeinsam mit Verwaltungsrats-Mitglied Wolfgang Reichelt, Architekt Manfred Sturm und Bauingenieur Markus Janssen als Vertreter des Generalunternehmens Holzkamm den fertigen Bau. Reichelt, dessen Firma seit 25 Jahren Aufträge an die Lebenshilfe vergibt und dem die Belange der Werkstätten persönlich am Herzen liegen, hatte sich bereit erklärt, die Entstehung dieses Groß-Projekts in siebenstelligem Volumen ehrenamtlich zu beaufsichtigen.

Bei der Eröffnung der Dauelser Werkstätten war ein Betrieb mit 120 Beschäftigten genehmigt worden, doch hatte man damals mit Blick auf mögliche Erweiterungen die sanitären Anlagen, die Kantine und andere Elemente bereits auf bis zu 180 Beschäftigte ausgelegt.

Seit Jahren ist die Zahl der Beschäftigten immer weiter gewachsen; zieht man die Besucher der Tagesförderstätte mit ein, finden hier schon jetzt fast 180 Menschen mit Behinderung Beschäftigung und Betreuung. Gruppenleiter und Beschäftigte mussten aufgrund der Überbelegung beengte Verhältnisse hinnehmen.

Im neuen Bereich für Lebensmittel-Verarbeitung mit den dazugehörigen Hygiene-Vorrichtungen wie der Schleuse für den Kleiderwechsel kann der Betrieb bald starten. Die Tischlerei zieht in neue Räume, Metallbereich und Transformatorenfertigung werden erweitert und effizienter gestaltet.

Glücklich sind Jänsch-Brandt und Schröder über das riesige neue Lager, das die Logistik vereinfachen, für mehr Ordnung in den Arbeitsabläufen sorgen und zudem Kosten bei bisher häufig fälligen Zwischenlagerungen sparen wird.

Die frei werdenden Kapazitäten im alten Bau kommen der Tagesförderstätte für Menschen mit schwersten Behinderungen zugute. Dass sie damals gleich in den Werkstattbereich integriert wurde, versteht sich aus dem integrativen Konzept der Lebenshilfe. Jutta Jänsch-Brandt: „Wir wollten mit der ‚TaFö’ nicht auf die grüne Wiese, weil wir hier für unsere Besucher ein hohes Maß an Kommunikation mit den Beschäftigten und sogar einen Durchlass schaffen konnten.“ So würden Besucher regelmäßig zum Mittag abgeholt, und einige können sogar in die Arbeitsprozesse hineinschnuppern.

Ein geräumiger neuer Pflegebereich mit Bad soll für mehr Wohlbefinden sorgen und Eltern im Alltag entlasten, deren schwer behinderte erwachsene Söhne und Töchter noch mit im Haushalt leben. Hinzu kommt eine große Küche, in der lebenspraktische Erfahrungen gemacht werden können und insgesamt mehr Raum für die Umsetzung der Angebote und Fördermöglichkeiten, die die Tages-Förderstätte ihren Besuchern bietet.

Sowohl Jänsch-Brandt als auch Bau­Aufseher Reichelt, dem die Lebenshilfe zu diesem Zweck einen persönlichen Bauhelm mit Schwalben-Emblem spendiert hat, waren angetan von der Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen. Besonders stolz ist Reichelt, dass die Kosten „exakt im Rahmen“ geblieben seien.

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