Rallye des Wassersportvereins Verden / 500 Kanuten auf der Aller unterwegs / Niedriger Pegelstand fordert Sportler

Erstmals mit zwei Drachenbooten am Start

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Drachenboot Nummer eins ging in Hodenhagen an den Start, das zweite wurde in Rethem zu Wasser gelassen. In Verden lieferten sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Verden - Der Name suggeriert weit mehr als nur eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Doch auch bei der 35. Hochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden (WSV) wies die Aller keinen erhöhten Pegelstand auf. Margot Marks und Uschi Schlüter, seit Jahren bei der Meldestelle im Einsatz, berichteten sogar, dass es in den zurückliegenden 15 Jahren kein Hochwasser bei der Rallye gegeben habe. Das bedeutete in diesem Jahr für 21 Paddler aus Celle auf ihrem 112 Kilometer langen Weg viermal kräftezehrendes Umtragen am Wehr.

Der WSV-Vorsitzende Berthold Vanselow war für die Organisation der Rallye verantwortlich. Viele Helfer standen ihm dabei zur Seite. Zum einen waren es die Damen in der Meldestelle; zum anderen halfen viele Vereinsmitglieder den zum Teil erschöpften Kanuten beim Herausheben der Boote. Vereinswirt Rainer Thomsen sorgte mit seiner Crew für das leibliche Wohl.

Fast 500 Kanuten waren am Wochenende auf der Aller unterwegs. Prof. Dr. Klaus Heine aus Wilhelmshaven war mit 84 Jahren der Älteste, Julia Lüdau aus Dörverden mit acht Jahren die jüngste Teilnehmerin. Sogar eine passive Sportlerin aus Wolfsburg, zirka zwei Jahre alt, wurde schlafend im Kanu ihrer Eltern gesichtet. Die Rallyefahrer kamen aus ganz Deutschland, für die Internationalität sorgte Piotr Rosado aus Belgrad.

In Hodenhagen machten sich rund 280 Teilnehmer auf den 55 Kilometer langen Weg. Hier wurde auch das erste Drachenboot zu Wasser gelassen. Wegen des niedrigen Wasserstandes und eines fehlenden Steges hatte die Crew zunächst etwas Schwierigkeiten, das Boot zu besteigen, ohne aufzusetzen. Ein Drachenboot-Team besteht in der Regel aus 20 Paddlern, einem Steuermann (er steht im Boot) und einem Trommler, der den Takt vorgibt.

Die Sportler kamen unter anderem aus Magdeburg, Brandenburg und Friedersdorf. Einige hatten in der Vergangenheit schon einzeln an der Hochwasser-Rallye teilgenommen. So reifte im letzten Jahr die Idee, es doch einmal mit dem Drachenboot zu versuchen. Trainer und Paddler waren schnell zu begeistern und so meldete man sich in Verden an. Natürlich freute sich der WSV, zwei so eindrucksvolle Boote mit Drachenkopf und -schwanz am Vereinsheim begrüßen zu können.

Der zweite „Drache“ startete mit rund 190 anderen Sportlern im 31 Flusskilometer entfernten Rethem. Beide Boote lieferten sich auf den letzten Metern noch ein kleines Rennen und erreichten den WSV um 13.30 Uhr. Abgesichert wurde die Veranstaltung professionell durch die DLRG. Das Domgymnasium stellte Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

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