Direktkandidat Mattfeldt nimmt SPD-Stünker zehn von 17 Wahlbereichen ab

CDU erobert rotes Oyten

Oyten - (pee) n Um 19.33 Uhr wurde gestern Abend vor dem Oytener Rathaus die Beflaggung zur Bundestagswahl eingeholt – und konnte nach Auszählung der meisten der 17 Wahlbereiche auch die SPD schon einpacken.

Der bundesweite sozialdemokratische Erdrutsch setzte sich sogar im traditionell roten Oyten mit aller Wucht fort: Vor vier Jahren noch unangefochtener Matchwinner der Bundestagswahl in Oyten, verlor SPD-Direktkandidat Joachim Stünker gestern über 1000 Erststimmen in der Nordkreis-Gemeinde und zehn Wahlbereiche an seinen Herausforderer von der CDU, Andreas Mattfeldt. Auf Stünker entfielen 3288 Erststimmen (36,62 %), auf den Oytener Wahlsieger Mattfeldt 3323 (37,01 %). Bei der Bundestagswahl 2005 hatte Stünker noch 45,58 % Zustimmung erhalten, sein damaliger CDU-Konkurrent 33,10 %.

Von den 8977 gültigen Erststimmen gingen gestern außerdem 786 an FDP-Direktkandidat Tim Schardelmann, 718 an Heiner Haase (Grüne) und 731 an Herbert Behrens (Linke).

Das SPD-Desaster schlug mit fast 15 % Verlust auch bei den Oytener Zweitstimmen durch. 30,02 % (2005 noch 44,51 %) der 8998 gültigen Zweitstimmen entfielen auf die SPD, während die CDU von 29,58 % 2005 auf gestern 32,36 % zulegte. Hatte die SPD vor vier Jahren noch sämtliche Oytener Wahllokale – 16 plus Briefwahl – gewonnen, so waren es gestern nur noch sechs.

Dass die Pleite der Sozialdemokraten in Oyten nicht noch deutlicher ausfiel, verdankten sie vor allem den drei Bassener Wahlbereichen, die sowohl Stünker bei der Erst- als auch der SPD bei der Zweitstimme durch die Bank die Treue hielten.

Ordentliche Zuwächse verzeichneten bei den Zweitstimmen die kleineren Parteien: die FDP von 10,06 % auf 13,39 %, die Grünen von 7,76 % auf 10,15 % und – vermutlich dank enttäuschter SPD-Wähler – die Linke sprunghaft von 5,29 % auf 9,41 %. Hatten sich die Oytener 2005 noch gegen den Regierungswechsel gestemmt und deutlich für Rot-Grün votiert, so schlossen sie sich gestern dem Bundestrend an und schenkten ihr Vertrauen Schwarz-Gelb. Allerdings beteiligten sich nur drei Viertel, genau 74,53 % der 12 178 Wahlberechtigten an der Parlamentswahl. 2005 waren es noch 80,34 % gewesen.

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