Erdbeben der Stärke 2,4 in Kirchlinteln

Landkreis - von Volkmar Koy. Unglaublich, aber wahr: Für kurze Zeit tauchte am vergangenen Montag gegen 4.57:21 Uhr Ortszeit der Name Kirchlinteln bei zahlreichen Erdbebenforschern auf. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover hatte zu diesem Zeitpunkt ein Beben mit der Lokalmagnitude 2,4 registriert.

Gemäß dieser ersten Auswertung habe das Epizentrum bei Kirchlinteln gelegen. In der Tat melden sich nun immer mehr Leser rund um das Epizentrum bei Kirchlinteln bei der Verdener Aller-Zeitung, die Erschütterungen zu der fraglichen Zeit gespürt hätten. Bei anderen habe der kurze Stoß ausgereicht, gar die Gläser im Schrank zum Klirren zu bringen.

Das Problem der Bundesanstalt: Die von ihr betriebenen Erdbebenstationen dienen der großräumigen Überwachung der Erdbebentätigkeit in Mitteleuropa und sind für detaillierte kleinräumige Untersuchungen nicht ausgelegt. So sei zwar das Beben vom 2. Mai zuverlässig detektiert und lokalisiert worden. Entsprechend betrage die Unsicherheit bei der Lokalisierung aber einige Kilometer.

Wie der zuständige Fachbereichsleiter des seismologischen Zentralobservatoriums, Dr. Christian Bönnemann, gegenüber dieser Zeitung erläuterte, gebe es in der Region mehrere Erdgasfelder. „Die uns zur Verfügung stehenden Daten lassen die Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs mit der Gasförderung jedoch nicht zu“, so der Experte. Dr. Bönnemann bezeichnete den Vorgang vom 2. Mai als ein „sehr schwaches Beben“.

Dennoch bittet die Bundesanstalt für Geowissenschaften die Bevölkerung um Mithilfe bei der Auswertung dieses Erdbebens. Alle Bürger haben die Möglichkeit, ihre Beobachtungen mitzuteilen (auch wenn nichts gespürt wurde). Hierfür steht ein Fragebogen im Internet zur Verfügung Die Angaben helfen bei der Ermittlung des Epizentrums, der Herdtiefe und der Ursache des Erdbebens.

Hier geht es zum Fragebogen

Rubriklistenbild: © Symbolbild, dpa

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