Marion Mondrowski beim Projektauswahltreffen dabei

Engagement für Straßenkinder

Marion Mondrowski.

Verden - „Generation Null Bock“, so wird häufig die heranwachsende Generation bezeichnet, die sich scheinbar für nichts mehr begeistern kann. Ein Vorurteil, das auf die 18-jährige Marion Mondrowski in keiner Weise zutrifft. Sie und viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler vom Domgymnasium wollen am 17. Juni den Sozialen Tag unterstützen, zu dem der Verein „Schüler Helfen Leben“ seit 1998 alle zwei Jahre aufruft.

Für einen Tag tauschen die Jugendlichen dabei die Schulbank gegen einen Job. Den Lohn spenden sie für ein Projekt in Osteuropa. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird dort wichtige Jugend-, Bildungs- und Demokratiearbeit geleistet.

Für welches Projekt die Gelder in diesem Jahr gesammelt werden, das durften die Jugendlichen beim so genannten Projektauswahltreffen Anfang des Monats selbst entscheiden. Diesmal haben sich die 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein Projekt der Organisation ARSIS entschieden, das sich für Straßenkinder im albanischen Tirana einsetzt.

In dem Projekt werden sich Sozialarbeiter obdachlosen Jugendlichen annehmen, die dort oft keine Perspektive mehr für sich sehen. Sie informieren sie über Themen wie Gesundheit, Hygiene und Menschenrechte sowie Kindergarten- und Schulbesuche.

Auch Marion, die sich zudem in der Schülervertretung engagiert, war beim Projektauswahltreffen in Berlin dabei und hatte die Chance, an dem Wochenende mehr über die Region und die Projektvorschläge zu erfahren.

Besondere Vorkenntnisse über die Problematik hatte sie vor dem Wochenende nicht, dafür aber danach richtig viel Lust, sich auch weiterhin für die Idee des Sozialen Tages einzusetzen.

An dem Wochenende erfuhr sie in Workshops viel über die Situation auf dem Balkan und über Möglichkeiten, sich dort für die Menschen zu engagieren. Dabei lernte die Zwölftklässlerin außerdem viele Jugendliche aus ganz Deutschland kennen, erzählt sie. „Das war wie eine große Familie.“

Nun sind die Jugendlichen gerade dabei, möglichst viele Betriebe und natürlich auch andere Schüler für die Aktion zu begeistern, damit sie ein voller Erfolg wird.

Firmen, die die Aktion unterstützen möchten, können sich an das Domgymnasium wenden, das die Anfragen dann sicher an die Schülerinnen und Schüler weitergeben kann.

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