IVG lässt Gebäude auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Barme abreißen / Zum Jahresende soll fast alles weg sein

„Endlich sieht man, dass etwas passiert“

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Problemlos reißt die Baggerzange Stück für Stück das Mauerwerk ab. ·

Barme - Ein Bagger schlägt mit seiner Zange erst die Fenster aus einem Mannschaftsquartier, dann macht er sich am Mauerwerk zu schaffen: Der Abriss der 2003 geschlossenen Niedersachsenkaserne in Barme hat begonnen. Staubwolken und Berge von Schutt prägen das Bild auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände. Mehrere Gebäude hat die mit dem Abriss beauftragte Firma Bremer Sand-Handels GmbH (BSG) im Moment „in Arbeit“.

Die etwa elf Hektar große Teilfläche des Kasernengeländes, auf der dieser Tage die ersten Gebäude fallen, hat das Gleisbauunternehmen Wiebe gekauft. „Hier will die Firma eine Anlage zum Abstellen von Fahrzeugen und ein Wartungszentrum unterhalten“, berichtet Unternehmenssprecher Karl Thies auf Nachfrage.

Mit den Abrissarbeiten beauftragt wurde die BSG von dem bisherigen Eigentümer des Geländes, der Immobilienfirma IVG, die sich vertraglich zum Rückbau auf eigene Kosten verpflichtet hat. „Es gibt auf dem Wiebe-Gelände drei Gebäude und einige Wege, die dem Betrieb dienlich sind“, so Karl Thies. „Alles andere übernehmen wir nicht, der ganz große Rest muss weg.“

Thies ist zuversichtlich, dass es nun in Barme voran geht: „Ich sehe den Beginn der Abrissarbeiten als eine gute Chance, als Keimzelle für die positive Weiterentwicklung des Geländes.“

Auch auf dem restlichen Gelände, das mittlerweile im Eigentum der Gemeinde Dörverden ist, und das derzeit zum Industrie- und Gewerbegebiet umgeplant wird, stehen umfangreiche Abrissarbeiten bevor, die sicherlich bis zum Jahresende andauern werden. „Aber dann muss der Großteil geschafft sein, auch das ist vertraglich geregelt“, erklärt Bürgermeisterin Karin Meyer bei einem Ortstermin. Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, müssten die Arbeiten allerdings noch größere Dimensionen annehmen. Auch Sprengungen von Gebäuden werden vielleicht nötig.

„Es ist schon ein besonderes Gefühl“, sagt Karin Meyer mit Blick auf die Bagger, die immer größer werdenen Schutthaufen und die in sich zusammensinkenden, maroden Gebäude. „Es steckt jahrelange Arbeit dahinter. Endlich sieht man, dass hier etwas passiert, ganz real, nicht nur in den Akten.“ · rei

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