Gruppe Aller Haus präsentierte Projekt für eigenständiges Wohnen in der Gemeinschaft / Objekt in der Cluventhalstraße

Bis Ende März Option auf Grundstück

So könnte das Aller Haus aussehen.

Verden (ahk) · Gemeinsam und doch eigenständig wohnen, selbstbestimmt leben, sich unterstützen, gemeinsame Unternehmungen planen und einfach nicht allein sein. Für viele Menschen ist gerade ab der zweiten Lebenshälfte diese Form des Wohnens interessant.

So hat sich vor ungefähr einem Jahr die Gruppe Aller Haus gebildet. Ihr Ziel ist es, in naher Zukunft zusammenzuleben. Dieses Ziel könnte nun mit drei Häusern in der Cluventhalstraße realisiert werden.

Rosemarie Guhl, die als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Verden die Gruppe koordiniert und unterstützt, hatte am Mittwoch zu einem Informationsabend ins Rathaus eingeladen. Thomas Isselhard vom Netzwerk Nachhaltiges Bauen und Architekt Frido Elbers, die mit der Planung und Durchführung des Projektes betraut sind, erläuterten Details.

Isselhard wies besonders auf die zentrale Lage der Häuser und den großen Garten hin. Die Gebäude sollen komplett saniert und nach den neuesten ökologischen und energetischen Kriterien ausgebaut werden.

Angedacht sind zurzeit zwölf barrierefreie, zwischen 45 und 65 Quadratmeter große Wohnungen mit Fahrstuhl. „Die Wohnungen können noch den Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden“, betonte Frido Elbers.

Finanziert werden soll das Projekt über Genossenschaftsanteile. Ulrich Steinmeyer war als Vertreter der Aller Wohnen e.G. anwesend. Diese Genossenschaft hat bereits in Stedorf, Neumühlen und im Ökozentrum selbstverwaltete Wohnprojekte realisiert und will sich auch der Gruppe Aller Haus annehmen. „Die Wohnungen sollen auch für Alleinstehende finanzierbar sein“, erklärte Steinmeyer. Die Miete werde etwa sechs Euro pro Quadratmeter betragen. Insgesamt müssten 20 Prozent der Kosten über Genossenschaftsanteile finanziert werden. Pro Wohneinheit seien das etwa 12 000 Euro, die aber flexibel unter den Mitgliedern aufgeteilt werden können.

Eigentümer des Grundstücks in der Cluventhalstraße ist die Stadt Verden. Sie würde es der Genossenschaft auf Erbpacht überlassen, daher könnten die Finanzierungskosten gering gehalten werden. Eine Option auf das Grundstück besteht bis Ende März, es ist also Eile geboten. „Wichtig ist, eine Gruppe zu finden, die sagt: Wir wollen“, so Steinmeyer.

Die bisherigen Mitglieder von Aller Haus würden zudem wünschen, dass sich nicht nur Menschen jenseits der 50 ihrer Gemeinschaft anschließen. Auch Familien mit Kindern wären sehr willkommen. Alleinerziehende könnten mit Sicherheit ebenfalls von dieser Wohnform profitieren. Interessierte erhalten weitere Informationen bei Rosemarie Guhl, Telefon 04231/12432, E-Mail r.guhl@verden.de.

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