Gestern lief gemeinsame Sommerakademie für Eltern und 35 KiTa-Erzieherinnen im Kasch

Mit Emmi Pikler vertraut gemacht

Achim - (la) · Zum „Achtsamen Umgang mit Kinder“ nach dem Ansatz der ungarisch-österreichischen Kinderärztin Emmi Pikler (1902 bis 1984) erfuhren gestern 35 Erzieherinnen aus Achimer und umliegenden Kindertagesstätten einiges, das auch Einfluss auf die heutige Arbeit mit den Kleinen haben könnte.

Über Piklers Theorie und Praxis sprach die Sozialpädagogin und Privatdozentin Annette Drüner aus Göttingen.

Eingeladen zur Nachmittags-„Sommerakademie“ für Eltern und Erzieherinnen im großen Achimer Kasch-Saal hatte Gudrun Schütte als Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen in Achim, Oyten und Thedinghausen.

Der Achimer Bürgermeisster Uwe Kellner eröffnete diese „Akademie“ und vergaß nicht, auf die just von Hessen her entfachte Diskussion um Einschränkungen auch im Kindergartenbereich hinzuweisen.

In Achim wird weiter auf das – noch? – vorgeschriebene Ziel hingearbeitet, bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent der Ein- bis Dreijährigen Krippenplätze nachzu-weisen.

Gudrun Schütte hob im Gespräch mit dem Kreisblatt hervor, dass Achim mit dem Prinzip von drei Erzieherinnen statt der üblichen zwei in Krippengruppen ohnehin besondere Maßstäbe setze.

Bindung, Beziehung und achtsame Pflege sind zentrale Begriffe bei Emmi Pikler im Umgang mit Kleinkindern. Die Ärztin und Mutter hatte sich nach dem Krieg besonders um verlassene und unterernährte Kinder gekümmert und 1946 in Ungarn ein Säuglingsheim gegründet, das sie bis 1979 leitete.

Sich den Kindern zuwenden und nicht über sie und ihr Grenzen hinweggehen, gehört ebenfalls zu den Piklerschen Grundsätzen.

Außer dem Vortrag gehörten gestern zwischen 14 und 19 Uhr auch Diskussionen und praxisnahe Übungen mit zur Sommerakademie der Eltern und Erzieherinnen.

Neben dem Krippenplatzbedarf hat sich in Achim eine stark steigende Nachfrage nach nachmittäglicher Hortbetreuung vor allem der Sechs- bis Zehnjährigen entwickelt. „Klar, Eltern gehen ja weiter arbeiten, auch wenn die Kinder schon die Schule besuchen“, erläuterte Gudrun Schütte.

Dass Hortplätze sich zum Hit entwickelten, führt aber auch zu Problemen. Angesichts der finanziellen Enge im Stadthaushalt sei es kaum noch machbar, die Nachfrage nach Hortangeboten komplett zu befriedigen. Dies wurde bereits vor Wochen mal auf einer SPD-Bürgerversammlung in Uphusen angedeutet.

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