Verein für Kultur und Geschichte stellt Schaukasten auf / NABU will helfen

Einsatz für die Daverdener Weißstörche

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Horst Penzek, Manfred Knake, Hinrich Bischoff und Klaus Fricke übernahmen den Bau und das Aufstellen des Schaukastens vor dem Daverdener Storchenhorst. ·

Daverden - Störche gehören seit Generationen zum Ortsbild von Daverden. Waren früher das Kötnerhaus von Altbürgermeister Hermann Gerken an der Weserstraße und die Bäckerei Haferkamp an der Hauptstraße Nestplätze für die Störche, die regelmäßig wieder nach Daverden kamen, so ist es seit 2002 das Nest auf einem Mast, der auf „Voigen Wiese“ an der Kreuzung Weserstraße / Hauptstraße steht.

Um dieses schöne Ortsbild aufzuwerten und etwas über die Störche zu vermitteln, hatte der „Verein für Kultur und Geschichte Daverden“ angeregt, eine Informationstafel dort unterhalb des Nestes aufzustellen. Der Vereinsvorsitzende Hinrich Bischoff brauchte bei Horst Penzek, einem ehemaligen Tischler, nicht lange zu fragen, schließlich ist auch er Vereinsmitglied. So entstand in vielen Arbeitsstunden in seiner Werkstatt ein Schaukasten, der von den Vorstandsmitgliedern Klaus Fricke und Manfred Knake gleich mit Informationsmaterial bestückt wurde.

Daverdens Ortsbürgermeisterin Silke Brünn ist auch Vorsitzende des „Vereins zur Förderung des Weißstorches im Landkreis Verden“. In dieser Eigenschaft begrüßte sie das Interesse des „Vereins für Kultur und Geschichte Daverden“ für den Storchenschutz und dessen Engagement, Informationen über die Störche an die Bevölkerung weiterzugeben. Auch sie dankte Horst Penzek, der diese Informationstafel in Eigenleistung erstellt hat.

Weißstörche sind eine der bestimmenden Leitarten unserer Flussniederung. Das Bild schreitender Störche ist mit der Aller- und Weserniederung eng verbunden. Viele Menschen genießen den Anblick dieses großen Schreitvogels in der Landschaft, sie interessieren und engagieren sich aber auch für seine erfolgreiche Entwicklung.

2012 sind im Landkreis Verden aus 46 besetzten Horsten immerhin 83 Jungvögel ausgeflogen. Im seit 2002 besetzten Horst in Daverden ist die Brut im vergangenen Jahr anders als im Vorjahr leider nicht erfolgreich verlaufen, die Jungvögel sind den schlechten Witterungsverhältnissen zum Opfer gefallen.

Erfolgreicher verlief das Jahr 2011 für die Störche in Daverden. Von den vier ausgebrüteten Eiern konnten die Elterntiere zwei Jungstörche allein aufziehen, die anderen beiden wurden in der Storchenstation Verden aufgepäppelt und haben mit den anderen Jungstörchen im Herbst die Reise in den Süden angetreten.

Die nächstgelegenen Horste befinden sich in Etelsen und in Langwedel. Da Störche einen großen Raum zur Nahrungssuche benötigen, weil die lebensnotwendigen Kleingewässer und Grünlandflächen selten geworden sind, sollten Horste einen Abstand von etwa drei Kilometern zueinander haben.

Seit zehn Jahren kümmert sich der Verein zur Förderung des Weißstorches um den Betrieb der Storchenstation, die von Petra Müller geleitet wird, er führt aber auch Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums der Vögel durch. Die Horste und die frei lebenden Störche werden vom ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer des Landes, Frank Erdmann, betreut, mit dem der Förderverein eng zusammenarbeitet.

Jetzt hoffen Hinrich Bischoff, Klaus Fricke und Manfred Knake, dass viele Interessierte die Informationstafel nutzen. Herbert Feder, der Leiter der NABU-Ortsgruppe Daverden, hat versprochen, den Schaukasten regelmäßig mit neuem Material zu bestücken. · hu

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