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Johanniter auf der Domweih im Einsatz: Umgeknickte Füße, erste Prügeleien

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Von: Florian Adolph

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Vor dem Rettungswagen steht Christoph Fandrich. Seine zwei Helfer machen Bestandsaufnahme.
Vor dem Rettungswagen steht Christoph Fandrich. Seine zwei Helfer machen Bestandsaufnahme. © Adolph

Es ist alles dabei auf der Verdener Domweih: Umgeknickte Füße, Schnittverletzungen und auch Prügeleien...gut, dass es die Johanniter gibt...

Verden – Gut, dass die Johanniter auf der Domweih im Einsatz sind. Allein am Samstag waren zwei Rettungswagen 20 mal unterwegs, dazu kamen etwa 50 Erstversorgungen.

„Wir machen Einsatzabschnittsleitung und Sanitätsdienst“, sagt Christoph Fandrich, Leiter des Sanitätsdienstes der Johanniter Unfallhilfe, Regionalverband Verden. Auf der Domweih sind, über die Woche verteilt, insgesamt etwa 50 Helfer zur Stelle – immer mindestens 15 Helfer am Tag. Drei Erstversorgungstrupps sind auf Fußstreife unterwegs, es gibt einen Containerbau für die Einsatzleitung und in einem Zelt auf der Straße Piepenbrink eine Unfallhilfsstelle mit drei Behandlungsplätzen.

Die Johanniter sind gut vorbereitet. Es sind alles Ehrenamtliche mit verschiedenen Qualifikationen. Teilweise haben sich hauptberufliche Rettungsdienstler extra freigenommen, um auf der Domweih auszuhelfen.

Johanniter vor dem Einsatzzelt: Darin gibt es drei Behandlungsplätze, wo auch schon mal die Folgen von Schlägereien erstversorgt werden müssen.
Johanniter vor dem Einsatzzelt: Darin gibt es drei Behandlungsplätze, wo auch schon mal die Folgen von Schlägereien erstversorgt werden müssen. © Adolph

Das Wochenende haben die Ehrenamtlichen auch schon gut überstanden. „Samstag war stressig“, sagte Christoph Fandrich. „Im Vergleich zu vor Corona war es sehr voll“, fügt er hinzu. Zum Glück gab es bisher nur kleinere Blessuren. Schnittverletzungen und umgeknickte Füße mussten behandelt und Pflaster aufklebt werden. Aber auch Folgen von ersten Schlägereien standen auf der Behandlungsliste. „Normale Kirmesverletzungen“, wie Christoph Fandrich es nennt. Schlimme Verletzungen waren in den vergangenen Jahren glücklicherweise die Ausnahme.

Um die ganze Fläche der Domweih im Griff zu behalten, arbeiten die Verdener Johanniter nicht nur mit dem Technischen Hilfswerk zusammen, sondern erhalten auch Unterstützung von anderen Johanniter Ortsverbänden, wie denen aus Bremen, Bremerhaven, Stade, Aller-Leine, Braunschweig, Hamburg, Celle, Deister, Achim, Hoya und Jeverland.

Auf die Frage, wie es ist, nach drei Jahren Coronapause wieder auf der zu Domweih sein, antwortet Christoph Fandrich: „Generell aufregend. Die Domweih ist für uns das Highlight des Jahres.“

Da meldet sich auch schon das Walkie-Talkie. Einige von Fandrichs Helfern müssen ausrücken, um zu helfen. Auch wenn die Domweih für sie das Highlight ist, wünscht er sich aber auch, dass sie nicht zu oft ausrücken müssen. Schließlich bedeutet jeder Einsatz neue Verletzte.

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