Wald am Saumurplatz wird Kletterpark

Von einer Plattform zur nächsten

Jan Feldmann (l.) und Rainer Nalazek auf dem Kinderparcours. Hinter ihnen Plattformen in luftiger Höhe.

Verden - Von Erika Wennhold· Die Verdener Jugendherberge ist auf dem besten Wege, letzten Herbergsmuff abzuschütteln. Mit einem Kletterpark in der Nachbarschaft ist sie geradezu topaktuell und ohne Konkurrenz weit und breit. Wer will, kann hier schon bald seine Kräfte testen und gut gesichert Höhenängste überwinden. Wer wieder unten ist, mag äußerlich Schwäche zeigen, innerlich ist er sicher stärker geworden.

Fünf Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden werden am Sonntag, 9. Mai, 9 Uhr, eingeweiht. Familien, Einzelpersonen oder Gruppen sind willkommen, sich beim Klettern, Balancieren, Hangeln oder Erklimmen auszuprobieren. Für Kinder ist ein Extra-Parcours zusammen gestellt worde.

Noch ist nicht alles fertig, doch wer in diesen Tagen an der Jugendherberge vorbeigeht, kann schon erkennen, worum es einmal gehen wird: Eine Plattform in zehn Meter Höhe zu erobern. Keine Angst, es gibt auch noch vier, sechs und sieben Meter hohe Plattformen in den Eichen, Buchen und Fichten, die das Gelände zwischen der Jugendherberge und dem Stadtion so attraktiv für ein solches Projekt machen.

Die Idee zum Kletterpark hatte der Leiter der Jugendherberge, Jan Feldmann, als er wieder einmal vor dem reizvollen Gelände stand und überlegte, was damit anzufangen sei. Und weil die Verdener Einrichtung am Saumurplatz 2 die erste zertifizierte Sport-Jugendherberge in Deutschland ist, fand Feldmann in Rainer Nalazek vom Hauptverband schnell einen Förderer.

Für Feldmann war von nun an die Sicherheit der Kasus Knaxus. „Wir haben hier viele Pubertierende zu Gast, die kommen manchmal auf seltsame Ideen.“ Deshalb wollte der Jugendherbergsleiter kein Risiko eingehen. Ein System, das mit dem fortlaufenden Einklinken von Karabinerhaken funktioniert, lehnte er ab. Für knapp 40 000 Euro Mehrkosten verhindert nun ein Stahlseilsystem, das ohne Lösen der Selbstsicherung auskommt, jegliche Möglichkeit abzustürzen.

250 000 Euro sind bis zur Eröffnung im Mai investiert worden, mit 400 Besuchern pro Tag wäre der Park ausgelastet, zwölf Ranger betreuen die Kletterer, allen voran Parkleiter Timo Schwedowski, der sich auf Schulklassen, Geburtstaggruppen oder Firmenevents auf den Parcours freut.

Schon am Sonnabend, 8. Mai, öffnet der Kletterpark für geladene Gäste. Rainer Nazalek hat für diesen Tag unter anderen Mitglieder des Jugendherbergswerkes eingeladen, die im Landkreis Verden sehr stark vertreten sind. Aber auch Geschäftsleute werden kommen, die sich als Paten im Park engagieren können. Ein kleines Schild würde dann werbewirksam aufgehängt werden.

Die Eintrittspreise liegen zwischen neun und 18 Euro pro Person. Spezielle Angebote gibt es für Gruppen und Familien.

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