Von Achim nach Berlin / Kuchen vergammelte / Ärger mit der Post

Eineinhalb-Wochen-Paket

In der Poststelle im Geschäft an der Obernstraße begann die Paket-Odyssee.

Achim (la) - Gerda Clausen hätte das Paket für ihren Bruder, dessen Frau und ihren Neffen im Grunde zu Fuß nach Berlin bringen können. Anderthalb Wochen nämlich war die Sendung mit leckerem Inhalt unterwegs, bis sie am Ziel eintraf.

Sogenannte Hippenrollen und frischen Butterkuchen hatte die Achimerin eingepackt. Andere Pakete von ihr hätten durchaus auch schon einen Tag nach der Absendung Berlin erreicht, berichtet sie.

Doch dieses Mal warteten und warteten die Verwandten. Schließlich riet ihnen die Achimerin, die Sendung nicht mehr anzunehmen, wenn sich noch eintreffen sollte: Der Inhalt wäre nach gut einer Woche wohl nicht mehr sehr lecker gewesen.

Die Annahme wurde also in Berlin abgelehnt. Statt aber alles zurück an den Absender zu schicken, versuchte die Post nach wiederum einer Woche erneut die Zustellung, so die Achimerin kopfschüttelnd. Eine im oberen Geschoss des großen Berliner Wohnhauses tätige Zugehfrau habe tatsächlich dieses Paket entgegengenommen, das nur noch Ungenießbares enthielt.

„Ja, das hätten Sie doch als Express-Paket aufgeben müssen. Dann hätten Sie sogar die Uhrzeit der Zustellung bestimmen können“, bekam Gerda Clausen in der Achimer Postvertretung zu hören. Außerdem sei ihr in unfreundlichem Ton mitgeteilt worden, dass sie mit großartigen Entschädigungen nicht zu rechnen brauche.

„Das wollte ich auch gar nicht“, beteuert sie. Sie habe nur auf die schief gelaufene Lieferung hinweisen und Ursachen erfragen wollen.

Immerhin bekam sie noch einen „Aufnahmebogen für Kundenanliegen“ in die Hand gedrückt, auf dem sie schriftlich ihre Beschwerden zusammenfassen sollte. Nur hatte da wohl jemand ins falsche Fach gegriffen. Auf dem Formular ist nämlich ausdrücklich auch vermerkt: „Nicht vom Kunden ausfüllen lassen“ und „Nicht an den Kunden herausgeben“. Es ist also offensichtlich zum Ausfüllen nur durch Postmitarbeiter gedacht.

Sie wolle sich mit dem „Giganten Post“ gar nicht anlegen, betont die Achimerin. Vielleicht aber könne die Schilderung ihres Falles einige doch zum Nachdenken bewegen.

Bestärkt wurde sie in ihrer Ansicht noch durch einen Bericht im Kreisblatt aus Syke über „Formularschwindel bei DHL – wie der Paketversender seine Kunden zum Narren hält“. Es ging um einen Fall, bei dem ein Regress fordernder Kunde mit einer Art Formularkrieg entmutigt werden sollte. Hier war sogar ein „Express“-Päckchen um Tage verspätet eingetroffen.

Günter Behr, in dessen Geschäft die Achimer Postfiliale untergebracht ist, wolle gestern auf Nachfrage das Ganze nicht kommentieren. Eine Express-Zusendung sei aber nun mal sicherer, betonte er und riet, hier an ein paar Euro mehr nicht zu sparen.

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