SPD-Kreistagsfraktion informierte sich bei Joost Meyerholz in Baden / Kaum Geruchsbelästigung

„Ein sehr sauberer Schweinemaststall“

Im Stall von Joost Meyerholz (2. v. li.) mussten die Besucher der SPD spezielle Anzüge tragen, die die Zuchttiere vor Infektionen und die Kleidung der Gäste vor anhaftenden Gerüchen schützen. Foto Walter

Baden - (cwa) Die Diskussionen sind hitzig und emotional. In Bollen soll ein Schweine-Maststall gebaut werden, bei Etelsen steht ein großer Hähnchenmast-Betrieb. Die Anwohner beschweren sich über die Lage der Ställe, beklagen sich über Geruchsbelästigungen und fürchten ein hohes Verkehrsaufkommen von zu schweren Lkw auf zu kleinen und schlecht ausgebauten Straßen.

Um sich über die Schweinezucht im allgemeinen zu informieren, besuchten nun Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion den Schweinezucht-Betrieb von Joost Meyerholz n Baden, der auch vor 20 Jahren heftigst umstritten war.

Er liegt außerhalb der Ortschaft im Norden der Bebauung um die Straßen Mohnblumenweg, Forsthausweg und Bürgermeister-Wülbers-Straße. Aus diesem Grund, so Meyerholz bei der Besichtigung, sei die Geruchsbelästigung von den Anwohnern durch die drei Ställe mit insgesamt 1800 Zucht-Tieren in diesem Fall an den seltensten Tagen im Jahr zu spüren. Nordwind gebe es in diesen Breiten kaum, so der Schweinezüchter.

Joost Meyerholz führt seinen Betrieb, der eine Schweinezucht mittlerer Größe ist, gemeinsam mit seinem Sohn und beschäftigt keine Fremdarbeiter. „Ich hätte gerne, wie es früher war, einen kleinen Betrieb mit weniger Tieren direkt im Ort weiter geführt. Das störte damals auch die Nachbarn nicht. Aber davon könnte ich heute nicht mehr leben.“ Die Zahl der Tiere, die gehalten werden müssen, damit sich ein Zuchtbetrieb rentiert, habe sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten vervielfacht.

Bei ihrem Besuch sahen sich die SPD-Vertreter, der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Dr. Hans-Albert Kurzhals, der Bundestagsabgeordnete Joachim Stünker, der Vorsitzende der Stadtratsfraktion Fritz-Heiner Hepke sowie Dietmar Teubert, Karlheinz Gerhold und Irmtraud Kutscher, zunächst das Innere der Ställe an und informierten sich über die Haltungs-Umstände in dem Badener Betrieb.

Einhellige Meinung der Sozialdemokraten: „Ein sehr sauberer Stall.“ Anschließend sprachen sie mit Joost Meyerholz über Themen wie die Schweinemast, die EU-Förderung der Landwirtschaft, die Bauernstreiks und über die Effekte eines Zuchtbetriebs auf umliegende Wohnbebauung. Bereits vor etwa zwei Wochen hatten die Fraktionsvertreter einen Bio-Hof in Thedinghausen-Eißel besucht und sich dort über alternative Haltungsmethoden informiert.

Der Betrieb von Joost Meyerholz ist ein so genanntes „geschlossenes System“, in dem auch 40 Sauen für die Zucht von 1800 Mast-Tieren unterschiedlichen Alters gehalten werden. Außerdem gewinnt der Betrieb 95 Prozent des Futters für die Tiere durch eigenen Ackerbau.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Norbert Röttgen: "Es geht um Positionierung der CDU"

Norbert Röttgen: "Es geht um Positionierung der CDU"

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Die Themen der Reisemesse ITB

Die Themen der Reisemesse ITB

Neue Dokumente: Willkürliche Inhaftierung von Uiguren

Neue Dokumente: Willkürliche Inhaftierung von Uiguren

Meistgelesene Artikel

Wahlen und Ehrungen bei Waller Schützen

Wahlen und Ehrungen bei Waller Schützen

Date mit dem Chef von morgen

Date mit dem Chef von morgen

Mehr Leser – weniger Bücher

Mehr Leser – weniger Bücher

SPD-Politiker übt Kritik: Verdens windelweicher Klimapakt

SPD-Politiker übt Kritik: Verdens windelweicher Klimapakt

Kommentare