Tragende Gemeinschaft: Saal im Oelfkenhof eingeweiht

„Ein Haus für Menschen“

Die vielen Gastredner ließene Ballons mit Wünschen in den Himmel steigen. Von links: Christian Papp (Gründungsmitglied), Klaus Karweik (GLL), Sunhild Kufferath (Elternstiftung Lebensgemeinschaften), Jörg Müller (Architekt), Marion Urbatsch (Geschäftsführerin), Wolfgang Rodwald (Bürgermeister) Stefan Bachmann (Stiftung Leben und Arbeiten) und Otto Barke (Vorstand).

Schafwinkel - (wb) · Endlich war er da, der große Tag auf den alle Bewohner, Mitarbeiter und der Vorstand der Tragenden Gemeinschaft in Schafwinkel so lange gewartet hatten. Am Freitagnachmittag wurde der Saal in der ausgebauten Diele des Oelfkenhofes eingeweiht. Ein Begegnungsort für die ganze Gemeinschaft, das war „unserer großer Wunsch, unser Traum“, sagte Geschäftsführerin Marion Urbatsch.

An der Erfüllung hatten viele Förderer und Spender Anteil. Allen voran die Deutsche Behindertenhilfe „Aktion Mensch“, die Software AG Stiftung, die Elternstiftung Lebensgemeinschaften, die Stiftung Wohnhilfe, aber auch die GLL (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften), so Urbatsch. Ganz besonders dankte sie dem Architekten Jörg Müller, der sich für einen gleichzeitigen Ausbau des Obergeschosses ausgesprochen hatte. Dort hätte man sich sonst verschiedene Möglichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes verbaut.

Entstanden ist ein Saal mit Toiletten und Nebenräumen in der ehemaligen Diele des 1811 erbauten Bauernhauses. Dort sollen Jahresfeste gefeiert werden, Tanz- und Filmabende stattfinden, Kunst- und Musikveranstaltungen. Im oberen Bereich sind drei neue Bewohnerzimmer sowie eine Mitarbeiter-Wohnung mit Gemeinschaftsküche und Sanitärräumen entstanden, die auch Möglichkeiten für ein ambulantes Wohntraining bieten.

Eine Gesangsgruppe mit Bewohnern brachte es musikalisch auf dem Punkt: Es ist „ein Haus für Menschen. Da gibt es auch Platz für die Eltern und Freunde, da werden wir tanzen und träumen, wenn wir uns treffen, dann geht es rund.“

Die Glückwünsche der Gastredner waren sehr herzlich, sie brachten die Anerkennung und Bewunderung für die Arbeit des Vereins, der sich die Förderung seelenpflegebedürftiger Menschen zur Aufgabe gemacht hat, zum Ausdruck. 1993 ließ sich der Verein mit dem Kauf von zwei benachbarten Höfen in Schafwinkel nieder.

Klaus Karweik von der GLL begleitet die Tragende seit 15 Jahren bei der Realisierung verschiedener Projekte. Er stützte sich auf den Artikel Eins des Grundgesetzes. Die Gemeinschaft gebe „Menschen mit Behinderungen Raum, in Würde zu leben und zu arbeiten“.

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