Duo „Hin & Weg“ bot wenig überraschende Pointen

Eher hohle Kabarett-Nuss

Oyten - (häg) · Kein Hinz & Kunz, nicht Krethi & Plethi, weder Pat & Patachon, noch Hand & Fuß und schon gar kein Sodom & Gomorrha. Vielmehr „Hin & Weg“, das musizierende Kabarett-Duo, gastierte am Freitagabend im Rathaus Oyten. Leider ging dabei vieles drunter & drüber oder am Ziel vorbei.

Brigitte Borchers und Mackie Zint, die Damen von „Hin & Weg“, sind die Bühnen-Meisterinnen des zu Erwarteten. Wetteinsätze auf eine Pointe würden nicht lohnen. Die Quote: Vermutlich 90 Cent für einen Euro Einsatz. Zu viel ist vorherzusehen.

Dabei haben Borchers und Zint hin und wieder bemerkenswert Gutes zu bieten. Etwa wenn von Phobien gesungen wird und dabei ein Fahrstuhl – Schicht im Schacht – durch die Decke Richtung Weltall schießt. Dort herrscht Schwerelosigkeit.

Auf der Bühne des Rathauses dagegen leicht und allzu schnell die bleierne Schwere des Bedeutungsvollen. Die Akteure bemühen reihenweise Fachbegriffe aus Pharmazie und Medizin und etliche Klischees. Bekanntermaßen können Frauen keine Autos parken und Männer sich immer nur einer Sache zuwenden. Oder, im besten Fall, den (eigenen) Frauen.

Schon vor Beginn der Veranstaltung beim Betreten des Rathaus-Saales gab es eine erste harte Nuss zu knacken. Unvermittelt nämlich bekam man eine in die Hand gedrückt und blieb danach einige Minuten alleine mit der Ungewissheit, ob die Nuss hohl ist oder Sinnbild für das menschliche Gehirn. Oder für beides? Bingo!

Borchers und Zint machen tatsächlich das Hirn zum Thema und schlingern dabei durch unterschiedlich geartete Windungen, tauchen ab ins Unterbewusstsein oder taxieren das Gewicht einer Seele. Die wiegt bei der einen 21 Gramm, bei der anderen ein halbes Pfund. Brigitte Borchers: „Mackie, schön aufpassen bei einer Diät, dass Du nicht an der falschen Stelle abnimmst.“

Insgesamt aber gab es zu wenige gute Einfälle. Dafür ein gleichmäßig gemächliches Tempo, mit dem sich das Duo selber bremste.

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