Jede Woche ein gezeichneter Kommentar in der VAZ

Um die Ecke gedachte Scherze

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Claus-Wilhelm Kühnhold.

Verden - Von Ronald KleeZwei Urnengänge stecken den Rahmen ab: Zwischen Niedersachsen im Januar und der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl bis vor ein paar Tagen stehen viele Gesichter und einige Tiere für das Geschehen: Ein neuer Papst und neue Parlamente, ein beurlaubter Bischof, ein ausgedienter FDP-Chef, verstecktes Pferdefleisch und stolze Storchpaten. Aber auch berüchtigte Pflasterarbeiten und natürlich immer wieder die Kapriolen des Wetters beschäftigten die Gemüter in Verden. Und in schöner Regelmäßigkeit den Zeichenstift des Karikaturisten der Verdener Aller-Zeitung, Claus-Wilhelm Kühnhold.

50 neue Blätter trafen in diesem Jahr in der Redaktion ein. Immer pünktlich zur Wochenendausgabe. Mit lockerer Hand fand der Zeichner jedesmal seinen Kommentar zu den Ereignissen, von denen die Redaktion berichtete. Da war weder die erfolgreiche Patenschaftsaktion des Weißstorchvereins noch das Pflaster auf dem Rathausplatz, das durch den Bund der Steuerzahler zu bundesweiten Ehren gekommen ist, vor Kühnhold sicher. Gerne verbindet der gebürtige Verdener sein humoristisches Schlaglicht mit den bewegenden Dingen größerer Bühnen. Und so wurde ebenso die Affäre um den Limburger Protzbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auf das Verdener Podest gehoben, wie der Mittelfinger des Kandidaten Peer Steinbrück im Wahlkampfgetümmel.

Der bissige, entlarvende Kommentar ist dabei nicht so sehr Kühnholds Sache. Der Zeichner überzeugt eher mit seinem ganz persönlichen Stil und mehr oder weniger um die Ecke gedachten Scherzen. Das fängt an mit akuter Amnesie in Bezug auf die vermeintlich guten Vorsätze aus der Silversternacht und setzt sich über den Computer-gestützten Ruheständler fort, der mit der Alt-Taste zur Seniorenmesse surft.

Apropos Surfer: Keine Welle entgeht dem VAZ-Zeichner, weder die Hitze- noch die Grippewelle. Und wenn gar nichts mehr hilft, oder auch die Redaktion mal um ein Thema verlegen ist, bleibt immer noch das Wetter. Ein Stichwort genügt dem Zeichner dann meist und kurze Zeit später spuckt das Fax-Gerät oder der Drucker am E-Mail-Rechner einen typischen Kühnhold aus. Und so warten die beiden Hauptfiguren, das altbekannte Pärchen vor der Verdener „Skyline“ im Hochwasser auf die Sommerhitze oder sie kam vom Shoppen zerzaust nach Hause, weil Sturmtief Xaver mit ihren Haaren Unsinn getrieben hat.

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