Ältere Menschen konnten ihn nicht mehr versorgen / Kekse auf dem Tisch sorgen für Ärger und Belustigung

Ebro hat ein neues Zuhause gefunden

Dackel Ebro fühlt sich wieder wohl.

Achim - · Manuela Paschke aus Achim hat Dackel Ebro mit zwölf Jahren übernommen, nachdem die vorherigen Herrchen und Frauchen ihn aus Altersgründen nicht mehr versorgen konnten.

„Hallo, ich heiße Ebro,auch kein ganz toller Name, aber besser als Karli, Waldi oder Jockel. Ich bin am 10. 1. 03 zu meinen neuen Menschen gekommen. Mein erster Eindruck war ganz gut, habe sofort beschlossen, mich gut zu verhalten, damit sie mich auch mitnehmen. Also freundlich schauen, mit dem Schwanz wedeln und schnüffeln. Hat gewirkt. Sie nehmen mich mit. Nun nur keine Fehler machen, nicht bellen. Ich bin froh, dass ich hier weg komme. Es ist nicht sehr gemütlich und riecht nach Klinik. Es hat ja auch keiner richtig Zeit für mich.

Ich bin zwölf Jahre alt. Meine Menschen, bei denen ich groß und alt geworden bin, sind auch sehr alt. Mein Frauchen ist sehr krank und musste ins Krankenhaus. Und mein Herrchen konnte auch nicht mehr alleine zu Hause bleiben. Er hat immer vieles vergessen und man hat mich in die Tierklinik gebracht. Doch jetzt geht es mir wieder gut, und ich freue mich. So, nun rein ins Auto, Tür zu und los geht's. Bin gespannt, wo wir hinfahren. Ist ja nicht so weit, nun aber schnell ins Haus. Na ja, sieht ja ganz gut aus, riecht auch gut. Nun noch die Ecken nachsehen, und wo soll ich schlafen? Nicht zu sehen. Haben sich wohl keine Gedanken gemacht, wo sie mich wohnen lassen sollen. Na, leg mich erst mal auf den Teppich. Meine Menschen setzen sich auch hin und reden über mich. Sie meinen, ich sei zu dick und müsse Diät machen. Sollen sich selbst mal ansehen. Und nun reden sie von Larissa und sind neugierig, was sie wohl zu mir sagt.

Ach, da kommt sie ja schon. Sie ist noch kleiner, aber sehr nett und ich gebe mir viel Mühe. Schwanz wedeln, freuen, schnüffeln. Sie freut sich auch und streichelt mich und bedankt sich bei Oma und Mama. Nun will sie mit mir spazieren gehen, das muss doch noch nicht sein, oder? Na ja, tu ich ihr den Gefallen, aber nicht zu weit. Bisschen den Weg rauf und runter. Das reicht jetzt. Ich möchte mich doch ein wenig ausruhen.

Meine Mensch-Mama trägt mich die Treppe rauf. Oh, noch was Neues. Sehr gut. Viele Kissen und Decken, schön weich. Das liebe ich, kann man gut reinbeißen und zerrupfen. Na endlich, sie hat mir eine Decke gegeben, da darf ich reinbeißen und mit spielen. Und Larissa hat mir Spielzeug gekauft. Der Ball ist schön rot und quietscht toll, aber für meine Schnauze ein bisschen groß. Na ja, sie meinen es ja nur gut mit mir, doch jetzt will ich mich ausruhen und schlafen. Mama ruht auch sehr viel. Immer Fuß hoch, sticken und fernsehen, auch nicht sehr viel Bewegung. Larissa will schon wieder mit mir raus. Muss das sein? War doch erst vor zwei Stunden. Es nützt nichts, ich muss mit.

Ich treffe Bille, einen Schäferhund. Sehr unsympathisch, habe es auch gesagt. Larissa erzählt Frauchen Lore, dass ich ihr neuer Hund bin. Sie ist sehr stolz. Doch mir ist kalt, und ich möchte wieder rein. Jetzt muss ich doch ordentlich an der Leine ziehen, dass sie es endlich merkt. Na endlich kann ich wieder auf meine Decke. Es klingelt an der Haustür. Ob es wohl für mich ist? Schnell nachsehen. Es ist der Nachbar. Er riecht gut nach Hundefrauen. Er redet mit Mama, will wissen, wo ich herkomme und wie alt ich bin. Ist recht neugierig, der Nachbar, aber sehr nett. Mama und Oma haben mir ein Körbchen gekauft. Es ist schön weich und kuschelig. Also wollen sie mich doch für immer behalten.

Am Abend ist Mama weggegangen und ich bin mit Oma alleine. Oma schaut die ganze Zeit in einen viereckigen Kasten, den man glaube ich Computer nennt, und ist total abgelenkt. Keiner der sich um mich kümmert. Ich rieche einen ganz leckeren Duft, mal schnüffeln, wo der herkommt. Ah, vom Stubentisch kommt der Duft. Mal hoch hüpfen und Pfoten auf den Tisch legen, vielleicht komme ich ja ran. Ja, geschafft, eine leckere Packung Kekse. Als ich mittendrin beim Aufreißen bin, kommt Larissa angelaufen, schaut zu mir her und fragt Oma, ob sie gar nicht mitbekommt, was ich gerade mache. Ha, jetzt beachten sie mich, zu spät, nun habe ich Hunger auf diese lecker duftenden Kekse. Die wollen mir die Kekse doch tatsächlich wegnehmen. Das lasse ich mir aber nicht gefallen, also knurren und wenigstens mal in die Luft schnappen, damit die Bescheid wissen. Da holt Oma einen Besenstiel und versucht mir damit die restlichen Kekse wegzuziehen. Dann muss ich mich wohl auch gegen den Besen wehren. Am besten mal reinbeißen und nicht mehr loslassen. Oh Mann, hoffentlich habe ich mir das jetzt nicht meinen neuen Menschen verscherzt. Jetzt sind sie sauer auf mich. Als Mama wiederkam, haben sie darüber gelacht. Wissen die eigentlich was die wollen? Puh, mit Mama zusammen haben sie beschlossen, sie behalten mich doch. Glück gehabt.

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