Frank Faß führte die erste Kindergartengruppe durch das Wolfcenter in Barme / Echtes Fell zum Anfassen

In durchdringendes Geheul ausgebrochen

Wo wohl der Wolf seine Augen hat, wollte Frank Faß von den Kindern wissen.

Barme (sal) · „Aoooouuuu“, ertönte am Montag vielstimmiges und ausdauerndes Geheul auf dem Gelände des Wolfcenters in Barme. Doch nicht die Bewohner, vier ausgewachsene Grauwölfe, meldeten sich zu Wort, sondern 40 Kindergartenkinder aus Bremen-Arbergen.

Betreiber Frank Faß hatte die Kleinen aufgefordert, die Wölfe zum Gesang zu animieren. Doch die beobachteten aus der Ferne nur interessiert das Treiben auf dem Aussichts turm. Ganz im Gegenteil zu den Tschechoslowakischen Wolfhunden, die in ihrem Gehege in das durchdringende Geheul mit einstimmten.

Frank Faß gelang es, die jungen Besucher, mit kindgerechten Informationen über die Tiere zu fesseln. Er hatte einen Schädel und ein Fell mitgebracht, das die Jungen und Mädchen streicheln durften – ein Angebot, von dem begeistert Gebrauch gemacht wurde. Der Wolfexperte erklärte, was Leder ist, das ein Fell gut wärmt und vor Regen schützt. Was ein Rudel ist, wussten die kleinen Besucher bereits. Im Kindergarten gehören sie der Wölfchen- und der Schäfchengruppe an und beschäftigen sich mit „ihren“ Tieren. Umso faszinierender war es für sie, Wölfe und Schafe „in echt“ beobachten zu können. Passenderweise gehören sechs Waldschafe, begrüßt mit einem lautstarken „Määääh“, zum Naturerlebnispark. Und Hütehund Cleo durfte Bekanntschaft mit den Gruppenkuscheltieren „Lupus“ und „Emma“ machen.

Nach den vielen Informationen durften die Jungen und Mädchen aber erst einmal auf dem Naturspielplatz toben. Ganz begeistert sammelten die Kleinen Muscheln, die sie vorsichtig mit nach Hause nahmen. Die Älteren durften sich darüber hinaus als Edelsteinschürfer versuchen.

Frank und Christina Faß, die selber eine vierjährige Tochter haben, sind in der Lage, auf kleine wie große Kinder einzugehen. Je nach Alter sei der Theorieanteil größer oder kleiner. „Wir sind dabei, ein pädagogisches Konzept zu entwickeln“, so Christina Faß. Die Kinder sollten zwar zuhören, auf der anderen Seite aber nicht überfrachtet werden. Nach den ersten zwei Wochen seien sie mit den Besucherzahlen zufrieden. Allerdings mache sich auch hier das schlechte Wetter bemerkbar.

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